Fachbereich 5

    Resolution - Refugees Welcome!

    Resolution des FB 5 Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thürigen

    Resolution - Refugees Welcome!

    Die Landesfachbereichskonferenz Bildung, Wissenschaft und Forschung im ver.di Landesbezirk Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen fordert alle Bürgerinnen und Bürger unserer drei Länder und insbesondere die politisch Verantwortlichen auf: Gebt neuen Rechten, Rassisten, Antisemiten und Antidemokraten, die unter dem Attribut „besorgte Bürger“ das friedliche Miteinander zerstören und mittelfristig den Frieden in Europa gefährden keinen Raum!
     
    Hooligans gegen Salafisten (HoGeSa) und Patriotische Europäer gegen Islamisierung des Abendlandes (Pegida) brachten und bringen zehntausende Menschen auf die Straßen, unter ihnen Neonazis, Verschwörungstheoretiker/Innen, aber vor allem ganz normale Bürger/Innen. Das Thementableau der neuen Bewegungen reicht von offenem Rassismus, über antisemitische Verschwörungstheorien bis hin zu allgemeiner und diffuser Kritik an Migration und dem Islam. Anstatt in schweren Zeiten solidarisch zusammen zu stehen, entlädt sich der Frust an Sündenböcken, in diesem Fall an Menschen, die mit nichts als ihrem Leben vor Krieg und Verfolgung fliehen mussten, unter anderen an den syrischen Kriegsflüchtlingen. HoGeSa und Pegida  schüren Feindbilder und projizieren diffuse Existenz- und Verlustängste auf die Schwächsten und Hilfsbedürftigsten in unserer Gesellschaft.
     
    Die staatlichen Institutionen wie die politischen Parteien müssen sich aber auch selbstkritisch hinterfragen, welchen Anteil sie selbst daran haben, dass diese Vorstellungen aufkommen und solch starke Wirkung entfalten konnten und was sie selbst dazu beigetragen haben, dass ein so großer Teil der Gesellschaft offensichtlich so wenig integriert in das demokratische System ist und statt dessen auf Distanz zu demokratischen Werten geht. Wir folgen nicht dem Credo der Politiker/Innen, denen es darum geht, mit Gesprächsangeboten den vermeintlichen „besorgten Bürgern“ eine Plattform zu geben und somit deren Akzeptanz fördern.
     
    Wir werden Seite an Seite mit Geflohenen für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen kämpfen!
    Keinen Meter den rechten, rassistischen und menschenfeindlichen Krisendeutungen!
     
    Für Rückfragen:
    Anne Voß, Landesbezirksfachbereichsleiterin, unter 0170/ 9 10 26 40