Fachbereich 5

    Die kurpfälzische Arbeiterbewegung zwischen KZ und Gulag

    Zeit der Extreme

    Die kurpfälzische Arbeiterbewegung zwischen KZ und Gulag

    Die in dieser Ausstellung dokumentierten Familiengeschichten zeigen das Schicksal deutscher Hitlergegner in der Sowjetunion der Stalinzeit. Sie kamen als Arbeitssuchende Anfang der 1930er Jahre oder nach 1933 als politisch Verfolgte in das Land ihrer Träume und Hoffnungen. Unter ihnen waren Facharbeiter, Journalisten, Lehrer, Mediziner, Künstler, Architekten  - die Frauen unter ihnen immer mitgedacht. Ab 1936 wurden sie Opfer staatlichen Terrors: Ob vom NKWD ermordet oder in Straflager deportiert, auf lange Sicht nach Sibirien und Kasachstan verbannt oder in Kinderheime zwangsweise eingewiesen  - die Familienschicksale gleichen mehrfach zerrissenen Lebenslinien. Der Rückweg nach Deutschland war abgeschnitten; die Hitlergegner wurden zu doppelt Verfolgten. Auch das Ende von Krieg und Faschismus brachte vielen Exilanten nicht die erhoffte Freiheit: Erst in der zweiten Hälfte  der 1950er Jahre konnte das Gros der in der Verbannung Lebenden ausreisen. Für sie war es die langersehnte Rückkehr in die Heimat, für ihre in der Sowjetunion sozialisierten Kinder ein schwieriger Neubeginn im fremden Land.
     
    Ergänzt werden die Familienportraits durch viele Tafeln mit Informationen zu historischen Hintergründen des Staatsterrors. Allen gezeigten Fotos und Dokumenten liegen bisher unbekannte Materialien aus dem Familienbesitz der Betroffenen und aus deutschen und russischen Archiven zugrunde.
     
    Hier jetzt die Veranstaltungen:
     
    03. November  18.30 Uhr                            Vernissage mit Vortrag und musikalischer Begleitung
     
    05. November 18.30 Uhr                             Vortrag, zwischen KZ und GULag
     
    12. November  18.30 Uhr                            Kampf ums Erbe, Podiumsdiskussion
     
    20. November 18.30 Uhr                             Lesung  „Durch den Schnee“
     
    26. November  18.30 Uhr                            Zeitzeugengespräch „Geboren im GULag“
     
    08. Dezember  18.30 Uhr                            Filmvorführung und Zeitzeugengespräch  „Als Student im GULag, eine Reise in die Vergangenheit
     
    10. Dezember 18.30 Uhr                             Finissage mit Vortrag
     
    Alle Veranstaltungen und die Ausstellung finden im ver.di Haus Ludwigshafen, Kaiser Wilhelm Strasse 7, 67059 Ludwigshafen statt