Fachbereich 8

    Warnstreik bei Wellpappe Grünstadt-Sausenheim

    "Das Angebot der Arbeitgeber ist eine Provokation"

    Warnstreik bei Wellpappe Grünstadt-Sausenheim

    Warnstreik bei Wellpappe Grünstadt-Sausenheim

    Rund 70 der 180 Kolleginnen und Kollegen der Wellpappenfabrik GmbH in Grünstadt-Sausenheim haben am Montag, 15. September, für zwei Stunden die Arbeit niedergelegt. Auf dem Parkplatz zwischen den Produktionshallen und dem Verwaltungsgebäude versammelten sich nach und nach die Männer und Frauen aus der Früh- und Spätschicht. Mit Transparenten, ver.di-Fahnen und Trillerpfeifen machten sie auf ihren aktuellen Tarifkonflikt in der Papier-, Pappe- und Kunststoffverarbeitung aufmerksam. Vor der nächsten Verhandlungsrunde für die rund 100.000 Beschäftigten der Papierverarbeitung am 17. September 2014 in Berlin gab es bundesweit zahlreiche Warnstreiks, Demonstrationen und Kundgebungen.

    Die Kolleginnen und Kollegen der Wellpappe Sausenheim waren bis jetzt bei jedem Tarifkonflikt aktiv. „Motiviert durch jahrelange Auseinandersetzungen mit der Geschäftsleitung kennen sie die Notwendigkeit solidarischer Aktionen“, begründet Betriebsratsvorsitzender Mario Klemm das Engagement. „Auch für die Sekretärinnen und Sekretäre des Landesfachbereichs ist das Privatunternehmen kein Unbekannter“, betont Ferhat Altan. Beide kritisieren in ihren Reden das miserable Angebot der Arbeitgeber: „Lediglich 1,3 Prozent Lohnerhöhung innerhalb von zwölf Monaten ist eine reine Provokation“. Die Tarifkommission hatte 5,5 Prozent mehr Lohn gefordert. Mario Klemm hofft, dass bei weiteren Aktionen auch die Kolleginnen und Kollegen aus der Produktion und aus der Verwaltung, die sich dieses Mal noch nicht beteiligt haben, die Aktivitäten unterstützen: „Neben der aktuellen Tarifauseinandersetzung gibt es auch in Zukunft genügend Anlässe, gegen die Maßnahmen der Geschäftsleitung zu protestieren.“