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    Druck wird weiter verstärkt

    Tarifkonflikt Deutsche Post AG

    Druck wird weiter verstärkt

    16.06.2015

    In der Auseinandersetzung um die Arbeits- und Einkommensbedingungen bei der Deutschen Post AG ruft ver.di weitere Stützpunkte im Saarland und in Rheinland-Pfalz in den unbefristeten Arbeitskampf. Mit Dienstbeginn legen in der Zustellung beschäftigten in Neuwied, Ransbach-Baumbach, Klein-Winternheim, Nierstein und Grünstadt die Arbeit nieder.

    „Die Beschäftigten erwarten von ihrem Vorstand, dass er endlich auf das faire Tarifangebot von ver.di eingeht. Ansonsten haben wir noch einen langen Atem, so Birgit Sperner, ver.di Rheinland-Pfalz-Saarland.!

    Bereits am letzten Montag wurden die bundesweit 83 Briefzentren, davon fünf in Rheinland-Pfalz – Saarland in den Arbeitskampf gerufen, seit dem darauf folgenden Mittwoch wird Zug um Zug die Zustellung mit einbezogen.

    ver.di hatte mit einem umfassenden Angebot versucht, die Post von einer einvernehmlichen Lösung zu überzeugen und vom Konfliktkurs abzubringen. Das Gesamtpaket sah unter anderem eine Rückführung der von der Deutschen Post AG für die Zustellung gegründeten 49 Regionalgesellschaften (DHL Delivery GmbHs) in den Haustarifvertrag der Deutschen Post AG vor, eine Verlängerung der Schutzregelungen zu Kündigungen und Fremdvergabe, den Verzicht auf eine lineare Einkommenserhöhung in diesem Jahr und eine strukturelle Veränderung der bestehenden Entgelttabelle für alle neu eingestellten Beschäftigten, wonach diese künftig nicht mehr nach zwei, sondern erst nach drei Jahren in die jeweils nächsthöhere Erfahrungsstufe aufsteigen würden. Die Deutsche Post AG hatte dieses Angebot nicht angenommen. Für diesen Fall hatte die zuständige ver.di-Konzerntarifkommission das Scheitern der Verhandlungen erklärt.