Pressemitteilungen

    BR Wahl bei HCS

    Fachbereich Postdienste, Speditionen und Logistik

    Betriebsratswahl bei der Hahn Cargo Services am Flughafen Hahn

    03.11.2017
    Betriebsratswahl ver.di Weitere Informationen

    Für über 50 Beschäftigte der Hahn Cargo Services GmbH (HCS) hat die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) die Betriebsratswahlen eingeleitet. „Die Missstände im Betrieb sind hoch. Für die Beschäftigten ist das ein erster Schritt, um sich gegen den Arbeitgeber aufzulehnen,“ sagte Sigurd Holler, Gewerkschaftssekretär für den Logistikbereich, nach einem Gerichtstermin in Bad Kreuznach.

    Die Beschäftigten des Logistikunternehmens haben schon seit Jahren erfolglos versucht einen Betriebsrat zu gründen. Die Arbeitgeberseite reagierte darauf mit dem Schüren von Ängsten, dem Erhöhen des Leistungsdrucks und Versuchen der Einschüchterung. Diese Methoden reichten, dass die Betriebsrats-Gründungen stets ins Leere verliefen. „Auch jetzt versuchte der Arbeitgeber, die Einleitung der Betriebsratswahl zu verhindern,“ sagt Holler nach dem Arbeitsgerichtstermin (am 02.11.) in Bad Kreuznach. Der Arbeitgeber hatte versucht, eine sog. einstweilige Verfügung gegen die Durchführung einer Betriebsversammlung zu erwirken, welche am 09.11.2017 stattfindet. Dies scheiterte jedoch kläglich.

    Holler zeigt sich zuversichtlich, dass die Geschäftsführung der HCS den Widerstand aufgibt: „Ich gehe davon aus, dass wir nun ein reibungsloses Wahlverfahren haben werden. Betriebsräte sind ein wichtiger Grundpfeiler im betrieblichen Zusammenspiel. Hier erwarte ich von einem Unternehmen, welches auf zufriedene Beschäftigte angewiesen ist, eine konstruktive Zusammenarbeit.“ Anderenfalls werde ver.di alle rechtlichen Wege ausschöpfen, um hier mit den Beschäftigten eine Interessenvertretung zu installieren.

    Ver.di bemängelte in Rheinland-Pfalz und im Saarland in jüngster Vergangenheit immer wieder die Beschäftigungsbedingungen in Unternehmen der Logistikbranche. Diese Wahl könne auch ein Leuchtturm für weitere mutige Beschäftigte in anderen Unternehmen sein, sich durch eigene Betriebsratsgremien schützen zu lassen.

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