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    Brandbrief UKS Beschäftigter an Ministerin Bachmann

    Fachbereich Gesundheit, Soziale Dienste, Wohlfahrt und Kirchen

    Brandbrief UKS Beschäftigter an Ministerin Bachmann

    27.04.2018
    Aufkleber mit dem Motiv "Wir brauchen dich" und "Mehr von uns ist besser für alle" Astrid Sauermann Mehr von uns ist besser für alle

    Die ver.di Betriebsgruppe des Universitätsklinikums des Saarlands (UKS) hat einen Brandbrief an Monika Bachmann, Ministerin für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie im Saarland geschrieben. Der Tenor ist klar: Die Geduld der Pflegekräfte ist am Ende. – Mehr Personal jetzt.

    Die Beschäftigten fordern, dass die Politik tätig wird. Das Ultima Ratio rückt näher. (100-Tage Ultimatum siehe Meldung vom 13.04.2018 - Kurzlink: http://t1p.de/rl9y  ) Michael Quetting, zuständiger Gewerkschaftssekretär sagte gestern Nachmittag (26.04.) auf einer Veranstaltung am UKS: „Wir haben bisher neun Ultimaten ausgesprochen. - Wir haben neun Mal gewonnen! Wir werden alles tun, um auch dieses zehnte Ultimatum zu gewinnen.“ 1000 Pflegestellen sind seitens der Politik im Saarland versprochen. 250 davon fordert ver.di für das UKS.

    Quetting sagte am Abend (26.04.) vor ver.di-Ehrenamtlichen aus dem Gesundheitswesen: „Die Beschäftigten des UKS wollen nicht mehr hingehalten werden. Sie fordern das, was bitter nötig ist.“ Es werde täglich unmögliches von den Pflegekräften verlangt. Quetting macht deutlich: „Auch die Patientinnen und Patienten merken dies zunehmend. Als Beispiel ist der enorme Patientenansturm der Grippewelle Anfang des Jahres zu nennen. Hier wurden die Grenzen des Machbaren der Pflegekräfte überschritten.“

    Die Beschäftigten hofften, dass der Krankenhausplan endlich sog. Anhaltszahlen zeige, die nicht unterschritten werden dürfen. Herausgekommen seien bisher nur fragwürdige „Vielleicht-Lösungen.“ Augenscheinlich überwiegen hier finanzielle Arbeitgeberinteressen. Die Forderung seitens ver.di bleibt klar: Verbindliche Sollzahlen und klare Sofortmaßnahmen, wenn diese Zahlen nicht erreicht werden.

    Quetting appelliert an alle Menschen aus dem Saarland: „Die Zustände im UKS gehen uns alle etwas an. Wir brauchen die Solidarität von allen Bürgerinnen und Bürgern. Dieser Kampf ist mehr als nur ein Kampf gegen den Pflegenotstand. Es geht um euch, liebe Saarländerinnen und Saarländer. Es geht um eure gesundheitliche Versorgung. Seid solidarisch, helft mit!“ Ver.di fordert die Landesregierung zu schnellem Handeln auf, da die Gewerkschaft bereits mit den Vorbereitungen für den Erzwingungsstreik begonnen hat. Sollte es bis zum 22. Juni keine tarifliche Lösung zur Entlastung geben, könne der Konflikt eskalieren. Einen Streik zu verhindern liege in der Hand der saarländischen Landesregierung.

     

    Pressekontakt

    V.i.S.d.P. sowie V.i.S.d.TMG Dennis Dacke
    Pressesprecher des Landesbezirks
    Bereichsleiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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