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    Weniger ist Wahnsinn!

    Fachbereich Telekommunikation und Informationstechnologie

    Weniger ist Wahnsinn! Unklare Übernahme nach der Ausbildung bei der Telekom

    03.11.2017
    Logo Laut.Stark der ver.di Jugend Rheinland-Pfalz-Saarland Stefanie Schwack laut.stark

    Alle Jahre wieder - die Deutsche Telekom AG will sich verjüngen. Wenn es aber konkret wird, nämlich dann, wenn Auszubildende und duale Studenten erfolgreich ihre Ausbildung bzw. Studium abschließen, ziert sich der Telekommunikations-Riese. So auch in Rheinland-Pfalz und im Saarland. Jugendliche Fachkräfte in eine Anstellung übernehmen? Im Jahr 2017 werden gerade einmal drei Übernahmestellen in Bad Kreuznach angeboten, von insgesamt 1603 Ausschreibungen bundesweit.

     

    „Die Auszubildenden haben berechtigte Angst davor, demnächst ohne Job dazustehen,“ sagt Auszubildendenvertreter Erdem Aydin. Nach den Protesten vom 21.09.2017 mit über 100 Teilnehmenden, soll es nun auch örtliche Proteste geben. Beispielsweise in Bad Kreuznach versammeln sich Auszubildende und Beschäftigte der Telekom im Rahmen einer sog. aktiven Mittagspause. Dies geschieht am kommenden Montag, (06.11.) um 12.30 Uhr an der Bad Kreuznacher Kreuzung Wilhelmstraße / Brückes. Hier wird gegen diese Perspektivlosigkeit demonstriert.

    Die ver.di Jugend Rheinland-Pfalz-Saarland wird über den Verhandlungsstand berichten und die klare Forderung aufstellen, dass mehr Übernahmestellen in Bad Kreuznach angeboten werden. „Die Telekom, als wichtiger Arbeitgeber des Landes Rheinland-Pfalz darf sich seiner sozialen Verantwortung nicht entziehen und muss Fachkräfte nicht nur Ausbilden, sondern im Anschluss auch beschäftigen,“ sagt Julia Pranke, Landesjugendsekretärin des ver.di Landesbezirks.  Im kommenden Jahr lernen allein am Ausbildungsstandort Bad Kreuznach 27 Auszubildende aus.

    Unlängst wurde darauf hingewiesen, dass durch die Personalpolitik der Telekom das Durchschnittsalter im Konzern bei 47 Jahren liege, der Anteil der über 55-jährigen innerhalb von 5 Jahren von 9% auf 16% gestiegen sei. Zugleich arbeiteten in Technikbereichen rund 4.000 Beschäftigten eine 42- statt einer 38 Stundenwoche, weil Personal fehle. Auch die Beschäftigten in Bad Kreuznach seien davon betroffen. Dies bilde laut Auszubildendenvertretung und ver.di die Möglichkeit viele neue Stellen zu schaffen, den Konzern kümmere dies derzeit wenig.

    Pressekontakt

    V.i.S.d.P. sowie V.i.S.d.TMG Dennis Dacke
    Pressesprecher Rheinland-Pfalz-Saarland
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