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    UKS bricht Vereinbarung

    Fachbereich Gesndheit, Soziale Dienste, Wohlfahrt und Kirchen

    Universitätsklinikum des Saarlands bricht Vereinbarung

    04.12.2017
    Illustration Berufsgruppen im Krankenhaus/in der Pflege mit Banner "Mehr von uns ist besser für alle" Tom Körner Zusammenstehn - Mehr von uns ist besser für alle

    Das Universitätsklinikum des Saarlands (UKS) verstößt gegen die am 23.03.2017 geschlossene Vereinbarung zur Entlastung der Beschäftigten. Die Beschäftigten sind enttäuscht und sehr verärgert. Ver.di Verhandlungsführer Frank Hutmacher sagt: „Das ist verlogen. Verhandlungen werden mittlerweile als Gesprächsrunden tituliert. Die rund 5.000 Beschäftigten sind noch nicht ansatzweise entlastet. Die Arbeitgeberseite spielt auf Zeit.“ Die letzte Frist zum 30.11.2017 ist verstrichen. Die Vereinbarung damit gebrochen – die fortschrittliche Haltung und Vorbildfunktion des UKS ins Leere verpufft. Gute Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen stehen für das UKS augenscheinlich nicht im Vordergrund.

    Vor der Landtagswahl hatten ver.di und UKS eine Vereinbarung abgeschlossen, wie sie das Thema Entlastung weiterbearbeiten werden. (Die Vereinbarung befindet sich in der Anlage.)
    „In mehreren Verhandlungsrunden sind wir mit dem Vorstand viele Punkte durchgegangen, mit der Hoffnung, dass wir in diesen Verhandlungen spürbare Entlastung für die Kolleginnen und Kollegen vereinbaren können,“ sagt Hutmacher. In der letzten Verhandlung bekräftigte der Vorstand noch einmal seine Auffassung, dass er aufgrund der Anwendung des Tarifvertrages der Länder mit ver.di keine Tarifverträge abschließen könne. Der Vorstand des UKS sehe keine Möglichkeit Vereinbarungen zu treffen, die spürbare Entlastung der Beschäftigten bringen.

    Die zuständige Tarifkommission habe den Stand bewertet und festgestellt, dass auch unter Beachtung des Verhandlungsstandes keine spürbare Entlastung der Beschäftigten eintritt. „Die Basis in Homburg ist sauer über das Vorgehen des Arbeitgebers. Vor der Landtagswahl haben wir noch Streiks abgesagt, da wir damals hofften über die Vereinbarung Entlastung herstellen zu können. – Heute fühlen sich die Beschäftigten hinters Licht geführt,“ sagt Michael Quetting, zuständiger ver.di Gewerkschaftssekretär. „Auch die letzte Chance der Tarifkommission, in welcher der Arbeitgeber aufgefordert wurde, sich zu äußern und endlich ernsthaft zum Wohle der Beschäftigten zu handeln blieb fruchtlos – die Frist verstrich…,“ ergänzt Hutmacher. Ver.di hatte das UKS aufgefordert, zu erklären, dass das UKS bereit ist, verbindliche Regelungen zur Entlastung der Beschäftigten mit ver.di zu vereinbaren. Status Quo: Kurz vor Ablauf der Frist schickte das UKS ein Fax, um eine erneute Verzögerung zu erreichen. Ver.di wurde aufgefordert, einen Verbesserungsvorschlag für ein vorgelegtes Protokoll vorzulegen. - Keinerlei Reaktion des Arbeitgebers zu der Frage Entlastung der Beschäftigten. Über dem weiteren Vorgehen schwebe gerade das sprichwörtliche Damokles-Schwert.

    Am 17.01.2018 wird eine ver.di Vollversammlung über das weitere Vorgehen beraten.

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