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    Streik bei real.- MZ-Bretzenheim

    Fachbereich Handel

    Streik: real.- in Mainz-Bretzenheim heute im Arbeitskampf

    Einmal hin, kein Mitarbeiter mehr drin 08.06.2017
    Streik real,- 18.12.15 7 Hubert Thiermeyer streikender real-Mitarbeiter (Symbolbild)

    „Einmal hin, kein Mitarbeiter mehr drin…“ Gegen 09:30 Uhr (08.06.2017) erreichte die Frühschicht des SB-Warenhauses in Mainz-Bretzenheim der Streikaufruf der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di).

    Sofort legten fast alle Beschäftigten ihre laufende Arbeit nieder, „schmissen“ sich in den Streik-Dress, holten sich Fahnen und Trillerpfeifen und bewegten sich zusammen zum Verhandlungslokal, welches sich ggü. des SB-Warenhauses befindet.

    Über 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beteiligten sich am Streik.  Als Folge bildeten sich lange Schlangen an den verbliebenen Kassen, Waren wurden nicht mehr verräumt, an den Bedientheken herrschte Leere. „Ich bin stolz auf die Streikenden, welche binnen Minuten dem Aufruf gefolgt sind und gezeigt haben, dass ohne die Beschäftigten der Markt zusammenbricht,“ sagte Christian Baer, zuständiger Gewerkschaftssekretär für den Handel in der Region.
    Eindrucksvoll zeigten die Streikenden ihren Unmut im Anschluss vor dem Tagungshotel, in welchem die Verhandlung stattfindet. „Das war ein Empfang, den die Arbeitgeber nicht erwartet haben. Hier stehen zurecht wütende Handelsbeschäftigte, die zeigen, was Arbeitskampf kann. Die Beschäftigten brauchen eine sichere Zukunft. Gute Tarifsteigerungen sind dafür essentiell wichtig!“ sagte Monika Di Silvestre, Verhandlungsführerin von ver.di.

    real.- wird heute stellvertretend für die rund 100.000 Beschäftigten des rheinlandpfälzischen Einzelhandels bestreikt. Die Verhandlungen sind um 11:00 Uhr gestartet. Ver.di fordert im Kern eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 4% bei einer Laufzeit von 12 Monaten.  Als soziale Komponente für die unteren Lohn- bzw. Gehaltsgruppen haben die Tarifkommissionsmitglieder einen Betrag von 81.- EUR pro Monat oder 50 Cent pro Stunde festgelegt. Außerdem soll es eine Mitgliedervorteilsleistung für Gewerkschaftsmitglieder in Höhe von 300.- Euro geben. Die Ausbildungsvergütungen sollen um 100.- Euro je Ausbildungsjahr steigen.  Auch die Forderung nach der Allgemeinverbindlichkeit des Tarifvertrags für alle Beschäftigten der Branche in Rheinland-Pfalz ist ver.di sehr wichtig.

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    Pressesprecher Rheinland-Pfalz-Saarland
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