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    Druckindustrie: Mieses Arbeitgeberangebot

    Druckindustrie: Mieses Arbeitgeberangebot

    24.05.2016

    Im Vorfeld der Tarifverhandlungen am 24. Mai 2016 ruft ver.di zur Durchsetzung einer Lohn- und Gehaltserhöhung von 5 Prozent für die Beschäftigten in der Druckindustrie die Beschäftigten der Raiffeisendruckerei in Neuwied heute in der Zeit von 13-15:00 Uhr zum Warnstreik auf.

    Die zweite Runde der Tarifverhandlungen für die rund 140.000 Beschäftigten der Druckindustrie ist ohne Ergebnis vertagt worden.

    Das von den Arbeitgebern vorgelegte Angebot sei „absolut nicht verhandlungsfähig“ gewesen, sagte Michael Holdinghausen, Landesfachbereichsleiter ver.di Medien, Kunst und Industrie Rheinland-Pfalz-Saarland.

    „Das Arbeitgeberangebot ist Ausdruck mangelnder Wertschätzung für die Arbeit und die Leistung der Beschäftigten in der Druckindustrie.“

    Zuvor hatten die Arbeitgeber bei den Verhandlungen in Köln ihre Vorstellungen dargelegt. Danach sollen die Beschäftigten 1,2 Prozent mehr Gehalt bei einer Laufzeit von 18 Monaten und zwei Leermonaten erhalten. Bezogen auf die Laufzeit entspricht das nach ver.di-Berechnungen einer Anhebung von gerade einmal 0,8 Prozent: „Damit ist ein Reallohnverlust und weitere Abkopplung von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung programmiert“, betonte Michael Holdinghausen.

    ver.di fordert in der laufenden Runde fünf Prozent mehr Lohn bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Friedenspflicht ist seit dem 1. Mai 2016 beendet.