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    ver.di fordert Qualitätssicherung, Mitbestimmung und Rente ab …

    Änderung Rettungsdienstgesetz

    ver.di fordert Qualitätssicherung, Mitbestimmung und Rente ab 60

    27.08.2015

    ver.di Rheinland-Pfalz-Saarland bezieht Stellung im Gesetzgebungsverfahren zur geplanten Änderung des Rettungsdienstgesetzes Rheinland-Pfalz. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft fordert unter anderem Verbesserungen der technischen Standards bei der Arbeitssicherheit sowie erweiterte Mitwirkungsrechte der Beschäftigten in den Rettungsdiensten. Kernforderung ist die Möglichkeit, ab 60 Jahren ohne Abschläge in Altersrente gehen zu können.

    Frank Hutmacher, ver.di Rheinland-Pfalz-Saarland: „Die Arbeit im Rettungsdienst ist belastend und verantwortungsvoll. Sie führt die Kolleginnen und Kollegen ständig an die Grenzen ihrer physischen und psychischen Leistungsfähigkeit. Sie über 60 Jahre hinaus arbeiten zu lassen gefährdet Beschäftige der Rettungsdienst und die Patienten gleichermaßen.“

    In diesem Zusammenhang kritisiert Hutmacher, dass es das Innenministerium in seinem Gesetzentwurf versäumt hat, Beschäftigte über 60 Jahre vom mobilen Einsätzen zu befreien, wie es bei Polizei und Feuerwehr praktiziert wird.

    Um die Arbeitsfähigkeit und die Gesundheit des Personals zu erhalten, müssen nach Meinung von ver.di die Rettungsfahrzeuge mit allen aktuellen technischen Einrichtungen ausgestattet werden, die den Transport auch aus schwierigsten Einsatzorten erleichtern und die körperlichen Belastungen für Personal und Patienten verringern. Hutmacher: „Nur durch die konsequente Nutzung solcher Technologien ist gewährleistet, dass die Einsatzkräfte dauerhaft ihren Beruf ausüben können und die Versorgung der Bevölkerung mit Leistungen des Rettungsdienstes sichergestellt ist.“

    ver.di hält es für unabdingbar, dass neben den Ärzten und Ärztinnen auch die Rettungssanitäterinnen und Rettungssanitäter, bzw. Rettungsassistentinnen und Rettungsassistentinnen im Landesbeirat und in den zuständigen Behörden vertreten sind. Ein großer Teil aller Notfalleinsätze werde von nichtärztlichen Kräften ohne Beteiligung eines Notarztes durchgeführt. In Anbetracht des Notarztmangels  werden auch zukünftig  viele Notfalleinsätze ohne die Anwesenheit von Notärzten stattfinden.

    Schließlich setzt sich ver.di dafür ein, dass im Zuge der Qualitätssicherung künftig nur noch ausgebildete Rettungssanitäterinnen und Rettungssanitäter, bzw. Rettungsassistenten und Rettungsassistentinnen eingesetzt werden. Rettungshelferinnen und Helfer mit einer Ausbildungsdauer von lediglich 266 Stunden sollen künftig im professionellen Rettungsdienst nicht mehr eingesetzt werden.