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    Aktion Beschäftigter des UKS – „Arbeitsplätzchen“

    Fachbereich Gesundheit, Soziale Dienste, Wohlfahrt und Kirchen

    Aktion in Homburg von Beschäftigten des UKS – „Arbeitsplätzchen“

    08.12.2017
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    Am Samstag (9.12.) werden Beschäftigte der Krebsstation des Universitätsklinikums des Saarlandes von 10:00 bis 12:00 Uhr auf dem Christian-Weber-Platz in Homburg für ihr Ultimatum „für mehr Pflegepersonal auf ihrer Station“ werben. Sie stehen Rede und Antwort und verteilen selbst gebackene „Arbeitsplätzchen“ um auf ihre katastrophale Lage aufmerksam zu machen.

    Die Pflegekräfte der Station M1-NCU, auch als „Station Sieben“ bezeichnet, fordern mit ihrem Ultimatum insgesamt 23 examinierte Pflegekräfte für ihre Station. Das Ultimatum hat eine Restlaufzeit von 54 Tagen. Nur so sei eine gute Pflege zu gewährleisten. Mit der derzeitigen Unterbesetzung ist eine verantwortungsvolle Pflege nicht zu gewährleisten. Selbst eine gemeinsame Visite mit den Ärzten ist aktuell nicht möglich.

    Die Uniklinikleitung dagegen erkennt zwar einen Notstand an, will aber nur eine Personalstärke einsetzen, dass eine Notbesetzung gefahren werden kann. Dazu wurden zwei neue Pflegekräfte eingestellt. Es wurde eine weitere Einstellung angekündigt. Diese müssen allerdings eingearbeitet werden, wofür auch die Zeit fehle.

    Für kommenden Montag wurde ein Gespräch zwischen dem zuständigen Gewerkschaftssekretär Michael Quetting von ver.di und der Klinikleitung vereinbart. Quetting befürchte allerdings, dass kein lösungsorientiertes Angebot gemacht werde. Er meint: „Es ist geradezu unverantwortlich, wie die Uniklinikführung mit sehenden Auge auf die Katastrophe zu jagt.“ ver.di appelliert erneut an die Verantwortlichen, den Forderungen der Station nachzukommen.

    Wenn die Unterbesetzung bestehen bleibt, werden alle Beschäftigten der Station ab Februar nach Vorschrift handeln. Sie werden nicht mehr während der Freizeit in den Dienst einspringen, keine Verstöße gegen das Arbeitszeitgesetz zulassen und keine „ärztlichen Tätigkeiten“ mehr durchführen. Das „Ultimatum der Wilden 7“, wie es unter Kolleginnen der Uniklinik bezeichnet wird, läuft seit Oktober und wird von 18 Beschäftigten getragen. Diese haben sich gegenseitig verpflichtet, sich an die gemeinsamen Vereinbarungen zu halten, insofern die Uniklinik nicht einlenkt.

    Pressekontakt

    V.i.S.d.P. sowie V.i.S.d.TMG

    Dennis Dacke
    Pressesprecher des Landesbezirks
    Bereichsleiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

    ver.di Landesbezirk Rheinland-Pfalz-Saarland
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    55116 Mainz
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    Fax: 06131 - 9726-288
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