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    Politiker frustriert, Beschäftigte in Angst – Appell an Telekom …

    Politiker frustriert, Beschäftigte in Angst – Appell an Telekom zu sozialen, alternativen Arbeitsstrategien

    16.12.2015

    Simmern: In einem Treffen am gestrigen Montag mit Beschäftigten der Deutschen Telekom Accounting GmbH und der T-Systems GmbH erklärte Landtagspräsident Joachim Mertes, dass er die Unternehmenspolitik der Telekom zwar nicht verändern könne, er aber sehr wohl nochmals auf die Telekom zugehen wolle. Eingeladen hatte die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di aus Anlass der Auflösung des Telekom-Standortes in Simmern zum 30. September 2016. Mit vor Ort dabei waren  Vertreter der SPD-Kreistagsfraktion. Ebenso kurzfristig zwei Vertreter der Telekom. 

    Überrascht zeigten sich die Politiker darüber, dass vor allem DV-gestützte Tätigkeiten zentralisiert werden sollen. Betroffen von der Verlagerung nach Darmstadt in Hessen sind zunächst 39 Arbeitsplätze der DeTeAccounting GmbH. Wird der auslaufende Mietvertrag zum 01. Oktober nicht verlängert, sind auch die Arbeitsplätze der T-System in Gefahr. Telekom sieht ihr Handeln in einem Gesamtkonzept. Im Zuge einer gewaltigen Konzentration von Standorten soll es von bisher bundesweit 90 Standorten künftig nur noch 5 Standorte in Hamburg, Leipzig, Köln, Darmstadt und Nürnberg geben. 

    Aufgrund der enormen Wegezeiten sei Darmstadt für niemand eine Option, so ver.di. Und noch weniger die alternativ in anderen Konzernteilen in Augsburg, Bielefeld, Frankfurt/Oder, Ludwigshafen oder Berlin angebotenen Arbeitsplätze. 

    „Wir erwarten, dass die Politik mit uns gemeinsam die Telekom an ihre soziale und politische Verantwortung für wohnortnahe Arbeitsplätze ihrer Beschäftigten erinnert“, sagt Andreas Wiese, ver.di Rheinland Pfalz-Saarland. Es dürfe nicht sein, dass nur das unternehmerische Kostenmotiv zähle, ohne Rücksicht auf umweltpolitische Aspekte und ohne Einbezug sozialer Interessen der Beschäftigen.

    Nur im gemeinsamen Engagement von ver.di mit dem Land Rheinland-Pfalz und betroffener Kommunen, könne die staatliche Aufgabe, gleichwertige Lebensverhältnisse anzustreben und die nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung ländlicher Regionen voranzubringen, zielführend sein, so ver.di. Dazu gehöre auch der Erhalt und Ausbau von Arbeitsplätzen. Nicht zuletzt trage der Erhalt der Telekom Arbeitsplätze zur Stärkung der Wirtschaftskraft wie auch zur Attraktivität der Region Simmern bei und zum Erhalt von Basisdienstleistungen zur Grundversorgung.

    „Wir appellieren an die Telekom, ihre vorhandenen technischen Möglichkeiten zu nutzen. Sie steht  in der Führungsverantwortung zum Umsetzen innovativer sozialer Beschäftigungsformen innerhalb des Konzerns. Daneben sind lokal  tatkräftige Akteure nötig, um regional angepasste Lösungen zu entwickeln“, so Wiese. Ver.di fordert die Telekom auf,  den  Mietvertrag zu verlängern und Telearbeitsplätze anzubieten. Auch die Beschäftigung an Standorten wie Bad Kreuznach, Koblenz oder Mainz sowie Satellitenbüros mit Unterstützung der Stadt Simmern und der Kommune, seien alternative, machbare Lösungen.


    Ansprechpartner: 
    Andreas Wiese, Fachbereichsleiter, TelNr mobil 0171 368 34 94 Fachbereich 9, Telekommunikation/Information/Datenverarbeitung (TK-IT/DV)

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    Anita Schätzle
    ver.di Rheinland-Pfalz-Saarland
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