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    5000 Landesbeschäftigte im Warnstreik

    Tarifrunde Länder

    5000 Landesbeschäftigte im Warnstreik

    12.03.2015

    Zu dem Warnstreik mit zentraler Kundgebung aufgerufen hatten die Gewerkschaften ver.di, GEW, GdP und der dbb beamtenbund und tarifunion. Beschäftigte von Universitätskliniken, Lehrerinnen und Lehrer, Angestellte von Hochschulen, Polizei, Gerichten sowie von Finanzämtern und Ministerien forderten die Arbeitgeberseite auf, die Landesbeschäftigten nicht schlechter zu stellen als ihre Kolleginnen und Kollegen beim Bund und in den Kommunen. Bei der Kundgebung beim Mainzer  Landtag sagte Michael Blug, neuer ver.di Landeschef Rheinland-Pfalz-Saarland: „Die Arbeitgeber wollen gute Leistungen, die Beschäftigten sind es wert, dafür auch angemessen bezahlt zu werden." Er forderte die Arbeitgeber auf, bei der nächsten Gesprächsrunde ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen.

    Die Gewerkschaften fordern für die rund 800.000 Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder (ohne Hessen) eine Entgelterhöhung von 5,5 Prozent, mindestens aber um 175 Euro monatlich bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Zusätzlich wird die verbindliche Übernahme der Auszubildenden nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung im erlernten Beruf sowie eine Anhebung der Ausbildungsvergütungen um 100 Euro monatlich und eine Erhöhung des Urlaubsanspruchs für Auszubildende von 27 auf 30 Tage gefordert. Zusätzlich sollen sachgrundlose Befristungen tarifvertraglich ausgeschlossen und angestellte Lehrkräfte endlich tariflich eingruppiert werden.

    Das Tarifergebnis soll zeit- und inhaltsgleich auf die 1,2 Millionen Beamtinnen und Beamten sowie rund 700.000 Versorgungsempfänger (Pensionäre) übertragen werden.