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    Keine Nacht allein. Zentrale Forderung wird in Völklingen erfüllt

    Fachbereich Gesundheit, Soziale Dienste, Wohlfahrt und Kirchen

    Keine Nacht allein. Zentrale Forderung wird in Völklingen erfüllt

    27.02.2018
    Illustration Berufsgruppen im Krankenhaus/in der Pflege mit Banner "Mehr von uns ist besser für alle" Tom Körner Zusammenstehn - Mehr von uns ist besser für alle

    Die SHG Kliniken in Völklingen sind das erste Krankenhaus in Deutschland, in dem nachts die Pflegekräfte nicht mehr allein arbeiten werden. Eine entsprechende Vereinbarung treffen die Saarland Heilstätten GmbH (SHG) und die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) am 1. März 2018, im Rahmen der Auftaktveranstaltung zum „Monat der Pflegeberufe,“ in der Saarbrücker Congresshalle.

    Die SHG-Geschäftsführer Bernd Mege und Alfons Vogtel sowie Frank Hutmacher und Michael Quetting von ver.di werden eine entsprechende Vereinbarung um 15:15 Uhr im Beisein der Vertreter der Betriebsparteien, Verwaltungsdirektor Rudolf Altmeyer und der Betriebsratsvorsitzenden Sandra Bollinger-Drudi, unterzeichnen. Die Betriebsparteien der SHG Kliniken in Völklingen werden beauftragt, eine entsprechende Betriebsvereinbarung abzuschließen.

    Die ehemalige und zukünftige Ministerin für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie Monika Bachmann hat ebenfalls ihr Kommen zugesagt. Sie will den Vorgang durch ihre Unterschrift unterstützen. Ministerin Bachmann will umgehend nach der Plenarsitzung als erste Amtshandlung der Urkundenübergabe beiwohnen, da taggleich auch die Vereidigung der neuen Landesregierung stattfindet.

    In Deutschland sind fast zwei Drittel der Pflegekräfte nachts allein auf Station. Im Durchschnitt betreuen sie 26 Patientinnen und Patienten. Auf jeder sechsten Station sind es sogar mehr als 30. Eine angemessene Versorgung und Pflege ist so kaum möglich. Eine Patientengefährdung ist nicht ausgeschlossen. Arbeitet eine Pflegefachkraft allein auf Station sind Leben in Gefahr. Das ergab ein sog. Nachtdienstcheck, den ver.di jüngst durchführte. So gaben insgesamt 60 Prozent der Befragten an, in den letzten vier Wochen nachts eine gefährliche Situation erlebt zu haben, die mit mehr Personal vermeidbar gewesen wäre. Auf großen Stationen sagen dies sogar 78 Prozent.

    SHG und ver.di möchten diese Maßnahme zum Wohle der Patienten und mit dem Ziel
die Beschäftigten in den Krankenhäusern zu entlasten verstanden wissen. Seit dem 20. Oktober 2017 hatten ver.di und SHG eine Prozessvereinbarung getroffen, um die Beschäftigten der SHG-Kliniken zu entlasten. Aktuell arbeitet man an der Realisierung eines Pools für Pflegekräfte. Expertise für eine praxisnahe Umsetzung holte man sich an der Mainzer Universitätsmedizin.

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    Pressekontakt

    V.i.S.d.P. sowie V.i.S.d.TMG Dennis Dacke
    Pressesprecher des Landesbezirks
    Bereichsleiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
    ver.di Landesbezirk Rheinland-Pfalz-Saarland
    Münsterplatz 2-6
    55116 Mainz
    Telefon: 06131 - 9726-110
    Fax: 06131 - 9726-288
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