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    Ein hoch auf unseren Busfahrer…

    Fachbereich Verkehr

    Ein hoch auf unseren Busfahrer…

    11.05.2018
    ÖPNV in Saarbrücken Wikimedia ÖPNV in Saarbrücken

    … beinahe spöttisch klingen diese Worte, signalisiert der für den Verkehr im Saarland zuständige Gewerkschaftssekretär Christian Umlauf, wenn er sich die Diskussion rund um ausfallende Busse und Bahnen der Saarbahn anschaut. „Dass es Personalengpässe geben wird, kann für die Geschäftsführung nicht neu sein. Ver.di und Betriebsrat weisen schon lange auf die unzureichende Attraktivität des Unternehmens hin.“ Dies gelte ferner auch für die Subunternehmer der Saarbahn und die privaten Busunternehmen im Saarland. Auch die Ausrede mit der Liquidierung der Saar-Bus GmbH ist nicht nur inhaltlich falsch, sondern eine: „unverschämte Herangehensweise der Geschäftsführung und ein Schlag ins Gesicht für die Beschäftigten und Saarländer_innen,“ so Umlauf.

    Ver.di und Betriebsrat haben sich in den vergangen zwei Jahren für die Lohn- und Arbeitsbedingungen der Beschäftigten eingesetzt: „Bereits 2016 haben wir, als ver.di, mit dem Betriebsrat zusammen der Geschäftsführung deutlich gemacht, dass die Eigenwirtschaftlichkeit schon am rechtlichen Rahmen scheitert. Als Reaktion bekamen wir nur eines: Schweigen,“ empört sich Christian Umlauf. Ver.di und BR haben auf die Punkte der fehlenden Rechtmäßigkeit (EU Verordnung 1370: Artikel 5 2b) aufmerksam gemacht. Für die Geschäftsführung sei dies damals eine neue Erkenntnis gewesen. „Wir haben nahezu gebetsmühlenartig die Geschäftsführung aufgefordert, ein Konzept vorzulegen, wie es mit den Beschäftigten weitergeht. Als Ergebnis bekommen wir heute zu hören, dass wir mit ver.di an der Verspätungs- und Ausfallmisere schuldig seien. Das ist absolut falsch,“ sagt der Betriebsratsvorsitzende der Saarbahn GmbH Thomas Schmidt. Hier sei augenscheinlich seit langem in den Planungsbereichen der Unternehmensseite nicht ausreichend gearbeitet worden.

    „Die Saarbahn und ihre Subunternehmer müssen attraktiv für Beschäftigte werden,“ sagt Umlauf. Die derzeitige Abwanderung an Konkurrenzunternehmen müsse ein Alarmsignal für die Geschäftsführung sein. Diese zeige eindeutig, dass es Probleme im Hause gibt. „Das ist nicht anders als bei Pflegekräften, Briefzustellern oder Kita-Beschäftigten. Die Unternehmen bluten aus. Hohe Arbeitsbelastungen, Überstunden, Übergriffe auf das Personal und zu wenig Auszubildende sind ein Garant für einen hohen Krankenstand und eine geringe Verweildauer in Beruf und Unternehmen,“ sagt Umlauf. Es fehle oft schon an der Wertschätzung – sowohl im Geldbeutel als auch im Zwischenmenschlichen. „Hier muss gehandelt werden. Die Saarbahn und ihre Subunternehmer müssen verstehen, dass sie als Arbeitgeber für ihre Arbeitnehmer_innen die Verantwortung tragen. Als Dienstleister der öffentlichen Daseinsvorsorge ist es im Interesse aller, dass der ÖPNV funktioniert,“ sagt Thomas Schmidt abschließend.

     

     

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    V.i.S.d.P. sowie V.i.S.d.TMG Dennis Dacke
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