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    Telekom Standortkahlschlag – weitere Proteste

    Telekom Technischer Service

    Telekom Standortkahlschlag – weitere Proteste

    26.06.2015

    Ver.di ruft die Beschäftigten am Donnerstag, 25. Juni 2015 in Mainz, Wallstr. 88, ab 13 Uhr sowie in Trier, Wasserweg 7-9, Koblenz, Moselweißer Str. 70, und in Neustadt, Chemnitzer Str. 2, zwischen 12 Uhr und 13 Uhr zu einer aktiven Mittagspause auf. Mit ihren Protestaktionen stemmen sich die Beschäftigten gegen den von Telekom geplanten Standortekahlschlag im Technischen Service. Bis Ende 2017 sollen von bislang 153 Standorten 135 Standorte einfach platt gemacht werden, nur 18 sollen bleiben. ver.di lehnt die Streichungspläne ab. Sie fordert das Unternehmen erneut auf, mit ver.di über ein sozialverträgli-ches Konzept zu verhandeln.

    „Unvernünftig, sozial völlig unverantwortlich und volkswirtschaftlich schäd-lich“, beschreibt die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) die Pläne zur Umorganisation der Standorte des Telekom-Technischer Service (DTTS). Das Bedrohungsszenario heisst Arbeitsplatzverlust für die Einen oder Arbeitsplatz-verlagerung für die Anderen mit künftig langen und sehr langen Wegezeiten zur Arbeit. Sie können mehr als ein bis zwei Stunden einfache Fahrtstrecke betra-gen. Damit werden Beschäftigte werden nicht nur ihrer Familien- und Erholungs-zeit sondern auch ihrer Freizeit, z. B für ehrenamtliche Tätigkeit, beraubt. Außerdem gefährden die Pläne der Telekom die Qualität des technischen Kunden-service und stellen das Erreichen wichtiger Unternehmensziele wie zum Beispiel den geplanten Netzausbau der Telekom in Frage.

    Die Standorte Neustadt und Koblenz in Rheinland-Pfalz sollen erhalten bleiben, Kaiserslautern, Bad Kreuznach, Mainz, Trier und Saarbrücken, sowie Alzey, Cochem, Grünstadt und St. Goar sollen geschlossen werden. Bundesweit wären bis zu 10.000 Beschäftigte des Innendienstes betroffen, davon in Rheinland-Pfalz-Saarland mehrere hundert Beschäftigte. „Die Standortzentralisierung in wenigen Städten bedeutet für die Beschäftigten und ihre Familien einen sozial unzu-mutbaren Kahlschlag ihrer Arbeitsplätze,“ kritisiert Andreas Wiese, Leiter des ver.di Landesfachbereichs TK-IT/DV in Rheinland-Pfalz-Saarland. „Im Ergebnis führt das zu vielen weißen Flecken in der Landkarte Deutschlands. Der stetig zunehmenden Verlust einer riesigen Anzahl von Arbeitsplätzen in der Fläche muss gestoppt werden,“ so Wiese.

    Nein zum Standortekahlschlag, sagt ver.di und fordert eine deutlich höhere An-zahl von Standorten, Standortgarantien, ein umfassendes Maßnahmenpaket zur Ab-milderung der Folgen des Umbaus sowie umfangreiche Schutzregelungen. Die Be-schäftigen machten den Wert der DTTS GmbH aus und dürften zu Recht eine würde-volle Behandlung verlangen. Die GmbH ist der Technikdienstleister der Telekom. Bundesweit befassen sich rund 19.000 Beschäftigte mit technischen Servicelei-stungen.