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    Tarifrunde Einzelhandel RP: 2. Verhandlung ohne Ergebnis

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    Tarifrunde Einzel- und Versandhandel Rheinland-Pfalz: Auch 2. Verhandlung ohne Ergebnis

    08.06.2017
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    Die Tarifverhandlungen für die 100.000 Beschäftigten im rheinlandpfälzischen Einzel- und Versandhandel sind am heutigen Donnerstag ohne Ergebnis geblieben. Ver.di-Verhandlungsführerin Monika Di Silvestre: „Das Angebot ist absolut nicht abschlussfähig. Wertschätzung scheint ein Fremdwort für die Arbeitgeberseite zu sein!“

    Der Arbeitgeberverband aus Rheinland-Pfalz hat an seinem letzten Angebot quasi nichts verändert. Die stufenweise Lohnerhöhung von 1,5% und 1%, bei einer Laufzeit von 24 Monaten, ist auch weiterhin auf großes Unverständnis bei ver.di gestoßen. Das Angebot einer jährlich verzögerten Einmalzahlung in Höhe von 150.- Euro ist hier auch nur ein Tropfen auf den sprichwörtlichen heißen Stein.

    Christian Baer, zuständiger Gewerkschaftssekretär im Handel in der Region: „Der Vorschlag bedeutet substanziell nichts Neues, da er nicht mal die voraussichtliche Preissteigerung abdeckt. Auch das leicht „aufgehübschte“ Angebot bedeutet Reallohnverluste für die Beschäftigten. Das ist eine Garantie für eine Zukunft mit Altersarmut.“

    Begleitet wurden die Verhandlungen von einem Warnstreik der Beschäftigten des real.- SB Warenhauses Mainz-Bretzenheim, welche stellvertretend für die 100.000 Beschäftigten, ihre Forderungen bekräftigten. Als Folge bildeten sich lange Schlangen an den verbliebenen Kassen, Waren wurden nicht mehr verräumt, an den Bedientheken herrschte Leere. „Ich bin stolz auf die Streikenden, welche binnen Minuten dem Aufruf gefolgt sind und gezeigt haben, dass ohne die Beschäftigten der Markt zusammenbricht,“ sagte Christian Baer weiter.

    Ver.di fordert im Kern eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 4% bei einer Laufzeit von 12 Monaten.  Als soziale Komponente für die unteren Lohn- bzw. Gehaltsgruppen haben die Tarifkommissionsmitglieder einen Betrag von 81.- EUR pro Monat oder 50 Cent pro Stunde festgelegt. Außerdem soll es eine Mitgliedervorteilsleistung für Gewerkschaftsmitglieder in Höhe von 300.- Euro geben. Die Ausbildungsvergütungen sollen um 100.- Euro je Ausbildungsjahr steigen.  Auch die Forderung nach der Allgemeinverbindlichkeit des Tarifvertrags für alle Beschäftigten der Branche in Rheinland-Pfalz ist ver.di sehr wichtig.


    Der nächste Verhandlungstermin ist der 30.06.2017. (Anmerkung, in der Ursprungsmeldung war der 28.06.2017 vermerkt. Korrekt hätte es 30.06.2017 lauten müssen)

    Pressekontakt

    V.i.S.d.P. sowie V.i.S.d.TMG Dennis Dacke
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