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    Ultimatum KKH St. Ingbert

    Fachbereich Gesundheit, Soziale Dienste, Wohlfahrt und Kirchen

    Ultimatum der Intensivstation St. Ingbert macht Personalnot deutlich

    05.01.2018
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    Die Pflegekräfte der Intensivstation im Kreiskrankenhaus St. Ingbert haben bereits im Dezember ein Ultimatum gestellt. Im Auftrag der Pflegekräfte hat sich ver.di am 05.12.17 an Geschäftsführer Thorsten Eich gewandt und eine Mindestbesetzung von 5 Pflegekräften für den Frühdienst, 4 Pflegekräften für den Mittagsdienst und 4 für den Nachtdienst gefordert. Das Ultimatum sei bis zum 15. April zu erfüllen.

     

    Obwohl dem zuständigen Gewerkschaftssekretär Michael Quetting noch nicht einmal der Eingang des Schreibens bestätigt wurde, hieß es, dass man Mitte Januar beabsichtige seitens der Krankenhausleitung mit den Beschäftigten das Gespräch zu suchen. Davon habe man jetzt offensichtlich wieder Abstand genommen. Deshalb macht ver.di dieses unmissverständliche Ultimatum nun öffentlich.

    „Sollte dieser Personalmindestschlüssel für die Intensivstation im Kreiskrankenhaus St. Ingbert ab dem 15. April 2018 nicht täglich garantiert werden, müssen Betten geschlossen und abgemeldet werden. Ansonsten wird von den dort Beschäftigten niemand mehr aus seinem Frei in den Dienst kommen, niemand mehr eine planmäßige Überplanung akzeptieren, niemand mehr Kolleginnen bzw. Kollegen anrufen, um sie für einen Dienst zu gewinnen. Gleichzeitig forderten die Beschäftigten ihren Betriebsrat auf, die gesundheitsgefährdenden Dienstpläne abzulehnen.“


    Aktuell gibt es auf der Intensivstation 14 Betten, 12 davon werden belegt. Es wird von Schichten berichtet, an denen lediglich zwei Pflegekräfte acht schwerkranke Patienten zu versorgen hätten. Dies sei gefährliche Pflege, stellt Quetting fest. Ver.di ist in großer Sorge, hinsichtlich der pflegerischen Versorgung der Patientinnen und Patienten. Auch in Sorge ist ver.di um die Gesundheit der dort Beschäftigten. „Die Arbeit ist mit der derzeitigen Anzahl der Beschäftigten nicht zu bewältigen,“ sagt Quetting.

    Das St. Ingberter Intensiv-Ultimatum ist das neunte Ultimatum im Saarland. Aktuell gibt es noch ein Ultimatum einer Krebsstation am Universitätsklinikum des Saarlands. Inhaltlich gehe es um die Personalnot, Gesundheitsschutz und die dringend nötige Entlastung des Pflegepersonals.

    Pressekontakt

    V.i.S.d.P. sowie V.i.S.d.TMG

    Dennis Dacke
    Pressesprecher des Landesbezirks
    Bereichsleiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

    ver.di Landesbezirk Rheinland-Pfalz-Saarland
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