Pressemitteilungen

    Stationierungsstreitkräfte: Völlig unzureichendes 1. Angebot

    Fachbereich Bund & Länder

    Tarifrunde Stationierungsstreitkräfte: Völlig unzureichendes erstes Angebot

    13.09.2017
    Tarif ver.di Tarif

    Die erste Verhandlungsrunde für die rund 7.000 rheinland-pfälzischen Zivilbeschäftigten der Stationierungsstreitkräfte endeten gestern in Berlin ergebnislos. „Die Arbeitgeber boten 1% mehr. Das verstehen wir nicht unter einem verhandlungsfähigen Angebot,“ empörte sich Toni Ungethüm, zuständiger Gewerkschaftssekretär bei ver.di. Bundesweit wird für 13.000 Beschäftigte verhandelt.

    Ein verhalten positives Signal zeige die Arbeitgeberseite bei der sog. sozialen Komponente der unteren Lohn- und Gehaltsgruppen. Hier könne man sich vorstellen, dass die Erhöhung für kleine Einkommen etwas höher ausfällt. „In der zweiten Verhandlungsrunde muss das Angebot deutlich verbessert werden. Gleichmäßig verteilte Lohnerhöhungen und der Schutz der Beschäftigten muss verbessert werden,“ sagte Ungethüm weiter. Die Arbeitgeberseite verweigerte sich auch der ver.di Forderung nach der Absicherung der Beschäftigten durch eine arbeitgeberfinanzierte Mitgliedschaft in der GUV/Fakulta.*

    Ver.di fordert im Kern eine Gehaltserhöhung von 5% bzw. als soziale Komponente einen Mindestfestbetrag von 100.- Euro pro Monat, bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Überdies hinaus sollen den Beschäftigten die Mitgliedschaftsbeiträge in der GUV/Fakulta* durch den Arbeitgeber erstattet werden. „Wir können unsere Forderung sehr gut begründen. Allein durch einen Blick auf Inflationsrate und Produktivitätsentwicklung der Beschäftigen lassen sich 5% auch durch die Arbeitgeber leicht realisieren,“ sagte Paul-Christian Koch, zuständiger Landesfachbereichsleiter.

    Die zweite Verhandlungsrunde ist am  26./27.09.2017 in Bonn.

    *GUV/Fakulta ist eine Gewerkschaftliche Unterstützungseinrichtung der DGB-Gewerkschaften. Sie schützt die Mitglieder einer DGB-Gewerkschaft gegen die Haftungsrisiken bei beruflicher Tätigkeit. Der Jahresbeitrag beläuft sich auf 21.- Euro.

    Pressekontakt

    V.i.S.d.P. sowie V.i.S.d.TMG Dennis Dacke
    Pressesprecher Rheinland-Pfalz-Saarland
    Münsterplatz 2-6
    55116 Mainz
    06131-9726-110
    0171-3009154
    dennis.dacke@verdi.de

    Inhaltliche Rückfragen