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    Streik Einzelhandel RP und SL

    Fachbereich Handel

    STREIK: Einzel- und Versandhandel aus Rheinland-Pfalz und Saarland gemeinsam auf der Straße

    21.07.2017
    Streik einzeln smile ver.di-Jugend Streik

    Zur 4. Verhandlungsrunde für die rund 100.000 Beschäftigten des Tarifgebiets Einzel- und Versandhandel Rheinland-Pfalz solidarisieren sich die Beschäftigten aus dem Saarland mit ihren Kolleginnen und Kollegen in Rheinland-Pfalz. Vor dem Verhandlungslokal in Mainz-Bretzenheim werden etwa 400 Streikende aus beiden Bundesländern erwartet. Diese werden den rheinland-pfälzischen Arbeitgeberverband lautstark in Empfang nehmen und ihm zeigen, was sie von den bisherigen Angeboten halten. (Aufzählung der Streikbetriebe am Ende der Meldung)

    „Wir erwarten, dass in der 4. Verhandlung ein abschlussfähiges Angebot vorgelegt wird,“ sagte Verhandlungsführerin Monika Di Silvestre und ergänzte: „Im Saarland haben wir erlebt, wie Tarifverhandlungen im Handel nicht funktionieren. Wir hoffen, dass der hiesige Arbeitgeberverband ein Gewissen hat und den hart arbeitenden Menschen endlich ein Angebot präsentiert, über das ernsthaft verhandelt werden kann. Wertschätzung wird bisher nur im Sinne des Dudens großgeschrieben.“ In letzter Zeit zeigte sich bundesweit, dass das Kalkül der Arbeitgeber wenig mit konstruktiver Angebotsunterbreitung zu tun hat. Es wurden übergreifend nahezu gleiche Angebote vorgelegt, die ihren Namen kaum verdient hatten. In Rheinland-Pfalz verglich die Arbeitgeberseite jüngst Tarifarbeit mit dem Monopoly-Spiel, bei dem die Beschäftigten wohl nicht über Los gehen und keine Tariferhöhungen erhalten sollen. „Hier geht es um die Zukunfts- und Alterssicherung von 100.000 Menschen und nicht um ein Spiel bei dem nur einer gewinnen kann,“ sagte Christian Baer, Gewerkschaftssekretär im Handel.

    Um dem Unmut der Verhandlungen im Saarland (vom 18.07.) Tribut zu zollen, solidarisieren sich heute Beschäftigte aus dem Nachbarbundesland mit den Streikenden aus Rheinland-Pfalz. „Es zeigt uns, dass wir nicht alleine sind – gemeinsam sind wir stark – wir halten zusammen,“ sagte Gabriela Sold ehrenamtliche Vorsitzende der Tarifkommission in Rheinland-Pfalz.

    Ver.di fordert im Kern eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 4% bei einer Laufzeit von 12 Monaten.  Als soziale Komponente für die unteren Lohn- bzw. Gehaltsgruppen haben die Tarifkommissionsmitglieder einen Betrag von 81.- Euro pro Monat oder 50 Cent pro Stunde festgelegt. Außerdem soll es eine Mitgliedervorteilsleistung für Gewerkschaftsmitglieder in Höhe von 300.- Euro geben. Die Ausbildungsvergütungen sollen um 100.- Euro je Ausbildungsjahr steigen.  Auch die Forderung nach der Allgemeinverbindlichkeit des Tarifvertrags für alle Beschäftigten der Branche in Rheinland-Pfalz ist ver.di sehr wichtig.

    Streikbetriebe: Real SB-Warenhaus Mainz-Bretzenheim, Real Zentralverwaltung Wörrstadt, Toys R us Koblenz, Kaufland in Dillingen, Schmelz, Lebach, Neunkirchen, St. Ingbert, Hermeskeil und Trier, Primark Saarbrücken, Hennes & Mauritz Trier, Worms, Ludwigshafen, Kaiserslautern, Esprit Kaiserslautern, Hornbach Kaiserslautern

    Pressekontakt

    V.i.S.d.P. sowie V.i.S.d.TMG Dennis Dacke
    Pressesprecher Rheinland-Pfalz-Saarland
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