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    Station des UKS stellt Ultimatum

    Fachbereich Gesundheit, Soziale Dienste, Wohlfahrt und Kirchen

    Station des Universitätsklinikums des Saarlands stellt Ultimatum an Klinikleitung

    27.11.2017
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    Die Pflegekräfte der onkologischen Station „M1-NCU“ haben bereits am 4. Oktober der Klinikleitung ein Ultimatum gestellt.  „Die Pflegekräfte auf dieser Station im neuen IMED-Gebäude können nicht mehr. Sie warnen vor gefährlicher Pflege möchten ihre Gesundheit nicht länger gefährdet wissen," sagt Michael Quetting, ver.di Gewerkschaftssekretär. Er nimmt zur Durchsetzung dieses Ultimatums ggü. der Klinikleitung die Funktion des sog. Emissärs ein.

    Das Ultimatum der Station heißt es u.a.: „In Erwägung unserer Verantwortung für die pflegerische Versorgung unserer schwerkranken onkologischen, rheumatischen und infektiösen Patientinnen und Patienten, in Bedenken unserer eigenen Gesundheit und dem Wunsche unseren Beruf länger ausüben zu können, in Fürsorge für unsere Familien und Freunde und in der Erkenntnis, dass wir einfach nicht mehr können, gestatten wir von der M1 –NCU, laut Schild über unseren Eingangsbereich auch Station 7 genannt, uns dem Universitätsklinikum des Saarlandes ein Ultimatum zu stellen. Sollten unserer Station nicht bis zum 1. Februar 2018 dreiundzwanzig Stellen mit examinierten Pflegekräfte zugeteilt sein, wird von uns, niemand mehr aus seinem Frei in den Dienst kommen, niemand mehr gegen das Arbeitszeitgesetz verstoßen, niemand mehr ärztliche Tätigkeiten wie z.B. die Verabreichung von Blut und Blutprodukten durchführen, niemand mehr ohne schriftliche ärztliche Anordnung handeln.“

    Die Uniklinik schlug vor, ab 1. Januar eine Mindestbesetzung mit 5-4-2 (Pflegekräften) in den Schichten sichern zu wollen. Damit würde die absolute Notbesetzung, wie sie beim letzten Streik vereinbart wurde, zur Normalbesetzung. Dies wird von den Beschäftigten abgelehnt. Nach ihrer Ansicht wäre eine Schichtbesetzung von 6-5-2 nötig. Dafür benötigt man 24 Vollkräfte, mit 23 examinierten Vollkräften wäre das absolute Minimum schon erreicht. Dies wäre nur möglich, wenn auch alle Servicekräfte mit an Bord wären.

    Die Beschäftigen planen für den 9. Dezember einen Infostand in der Innenstadt von Homburg. „Noch wäre genug Zeit, um das Problem im Interesse der Pflegekräfte und der Patienten zu lösen,“ sagt Quetting. ver.di werde die weitere Entwicklung verfolgen und die Beschäftigten unterstützen.

    Pressekontakt

    V.i.S.d.P. sowie V.i.S.d.TMG Dennis Dacke
    Pressesprecher Rheinland-Pfalz-Saarland
    Münsterplatz 2-6
    55116 Mainz
    06131-9726-110
    0171-3009154
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