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    Große Unruhe bei Bliestalverkehr

    Fachbereich Verkehr

    Große Unruhe bei Bliestalverkehr

    22.09.2017
    nur noch Private Anbieter? Viktor Mildenberger / pixelio.de Bushaltestelle

    Es läuft nicht alles Rund bei Bliestalverkehr. Die Beschwerden der Beschäftigten steigen. Dienstpläne werden nicht eingehalten, Überstunden nicht vergütet, Gehalt nicht rechtzeitig ausgezahlt. Der Umgangston ist rau. -  Im Oktober wird ein Betriebsrat gewählt.

    Anfang des Jahres hat die Bliestalverkehr GbR eine ÖPNV-Vergabe im Saar-Pfalz-Kreis gewonnen. Der Landkreis machte sinnvollerweise die Bedingung auch 12 Beschäftigte der Saar-Pfalz-Bus in diesem Zusammenhang zu übernehmen. Bei der Vergabe gab es 400.000.- Euro Differenz zum nächst unterlegenen Angebot.
    Vielleicht ein Grund, warum sich die Probleme der Beschäftigten häufen und der Unmut steigt: „Erst sollten die Lohnauszahlungen vom 1. auf den 15. Eines Monats verlegt werden. Dies konnten wir verhindern. Nichtsdestotrotz verspäteten sich die Zahlungen im Folgemonat. Jetzt gibt es 4 Beschäftigte die ihre Überstunden seit Monaten nicht ausbezahlt bekommen und klagen. Das Maß ist mehr als voll,“ sagte Christian Umlauf, ver.di Gewerkschaftssekretär für den Bereich Verkehr.

    Gesteigert werden diese Machenschaften nun durch eine außerordentliche Kündigung eines Beschäftigten. Welche nach ver.di Einsatz mündlich aufgehoben und in eine Abmahnung abgewandelt worden ist. Dies sei nach Angaben Bliestalverkehr jedoch ein Missverständnis gewesen, die Kündigung sei weiter wirksam.

    Laut Umlauf gibt es auch massive Probleme bei den Dienstplänen und einheitlichen Absprachen. „Die 4 Gesellschafter der Bliestalverkehr haben die Leute einfach aufgeteilt und jedes Unternehmen ist nun nur für diese zuständig. Das geht so natürlich nicht,“ sagt Umlauf. Eine Beschäftigte habe beispielsweise eine Abmahnung von „Fortuna Reisen“ bekommen. Diese ist dort jedoch gar nicht beschäftigt. Ihr Arbeitsvertrag ist mit der Bliestalverkehr GbR geschlossen.
    Dazu kommt nach Angaben der Beschäftigten der Umgangston, welchen Geschäftsführer Walfried Munz anschlägt. „Dies hat schon langfristige Erkrankungen ausgelöst“, empörte sich Umlauf. Die Beschäftigten wollten unter anderem auf Probleme bei Lenk- und Ruhezeiten sowie beim Arbeitsschutz hinweisen und wurden harsch abgewiesen.

    Ver.di wird nun rechtliche Schritte einleiten. Im Oktober findet eine Betriebsratswahl vor Ort statt. Die Geschäftsleitung antwortete auf dieses Vorhaben der Beschäftigten mit ver.di mit: „In meinem Betrieb nicht!“  Umlauf zeigt sich nach diesen Worten unberührt und wird die Beschäftigten nachhaltig unterstützen und mit ihnen zusammen kämpfen.

     

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