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    Immer weniger Arbeitsplätze in der Region – Telekom schließt …

    Deutsche Telekom

    Immer weniger Arbeitsplätze in der Region – Telekom schließt Simmern

    15.12.2015

    Am Montag, den 14.Dezember 2015, ab 13 Uhr, trifft sich der Verbandsgemeinderat Simmern mit Beschäftigten der Deutschen Telekom Accounting GmbH in der Mutterschiederstr. 3 in 55469 Simmern. Hintergrund ist die Verlagerung ihrer Arbeitsplätze nach Darmstadt. Neben Bürgermeister Michael Boos wird auch der Landtagspräsident Joachim Mertes anwesend sein. Ebenso Lothar Schmid, ehrenamtlicher ver.di-Vorsitzender des Landesfachbereiches TK/IT Rheinland-Pfalz-Saarland.

    Die bundesweit bisher 90 Standorte sollen auf 5 Standorte in Hamburg, Leipzig, Köln, Darmstadt und Nürnberg konzentriert werden. Simmern soll zum 30. September 2016 aufgelöst sein. Zunächst sollen 39 Arbeitsplätze nach Darmstadt verlagert werden. Nach Aussage von ver.di werden sich die Wegezeiten zum Teil auf bis zu 2,5 Stunden pro einfache Strecke verlängern. Alternativ bietet die Telekom wenige Arbeitsplätze in anderen Konzernteilen in Augsburg, Bielefeld, Frankfurt/Oder, Ludwigshafen oder Berlin an. Fraglich ist, ob die Telekom Teleheimarbeitsplätze zur Verfügung stellt – wie mit ver.di im Sozialplan vereinbart.

    Im Vorfeld hat die Ministerpräsidentin Malu Dreyer den Vorstand der Deutschen Telekom angeschrieben und sich für den Erhalt der Arbeitsplätze in der Region eingesetzt. „Telekom entzieht sich seiner sozialen und politischen Verantwortung für wohnortnahe Arbeitsplätze ihrer Beschäftigten. Das ist dramatisch für die Betroffenen und für die Region Simmern“, empört sich Andreas Wiese, ver.di Rheinland Pfalz-Saarland. „Telekom werbe öffentlich mit Technik, die es ermögliche, an allen Orten zu arbeiten, doch im eigenen Haus wolle sie das anscheinend nicht umsetzen.“

    Trotz massiver Proteste der Beschäftigten, unterstützt von ver.di, hält die Telekom an ihren Plänen zur Standortschließung in Simmern fest. „Zwar haben intensive Verhandlungen mit ver.di zu einem zentralen Interessensausgleich stattgefunden, und es wurde auch ein Tarifvertrag mit Sonderregelungen mit ver.di vereinbart. Dennoch belastet diese Maßnahme die Beschäftigen in Simmern und gleichzeitig auch die Region über Gebühr“, teilt Wiese dazu mit. 

    Im direkten Austausch zwischen Verbandsgemeinderat, Betroffene, ver.di und Landespolitik  will man gemeinsam mögliche, nächste Schritte besprechen. Die Vertreter der Kommunal- und Landespolitik wollen mit konkreten Maßnahmen politisch unterstützen. Zur Zeit sind 39 Beschäftigte bei DeTe Accounting und 25 bei T-Systems betroffen. Ver.di will nicht locker lassen, um doch noch eine wirklich sozialverträgliche Lösung mit der Telekom zu erreichen. 

    Ansprechpartner: 
    Andreas Wiese, Fachbereichsleiter, TelNr mobil 0171 368 34 94
    Fachbereich 9, Telekommunikation/Information/Datenverarbeitung (TK-IT/DV)

    Pressekontakt

    Herausgegeben von:

    Anita Schätzle
    ver.di Rheinland-Pfalz-Saarland
    Münsterplatz 2-6; 55116 Mainz
    Telefon 06131-9726235
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