Landesbezirk Rheinland-Pfalz-Saarland

    Solidarisch ist man nicht alleine

    Erster Mai 2020

    Solidarisch ist man nicht alleine

    Unter dem Motto „Solidarisch ist man nicht alleine“ sendete der Deutsche Gewerkschaftsbund am 1. Mai 2020 einen dreistündigen Livestream aus der DGB-Zentrale in Berlin. „Dies ist ein historisches Ereignis“, so der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann. „Zum ersten Mal seit der Gründung des Deutschen Gewerkschaftsbunds gibt es in diesem Jahr keine Demos und Kundgebungen auf Straßen und Plätzen zum Tag der Arbeit. Solidarität heißt in diesen Tagen: Mit Anstand Abstand halten.“ In Rheinland-Pfalz und im Saarland hatte sich ver.di was Besonderes ausgedacht. Die Losungen schwammen auf dem Wasser und man behielt Abstand.

    Trotzdem sei der gewerkschaftliche Zusammenhalt aktueller denn je. „Solidarität hat in der Corona-Krise eine ganz neue Bedeutung gewonnen“, so Landesleiter Michael Blug. „In diesen schwierigen Wochen zeigt sich doch, wie wichtig es ist, dass wir solidarisch füreinander einstehen und niemanden alleine lassen. Wir kämpfen dafür, dass die Kosten der Krise nicht an den Beschäftigten hängen bleiben. Wir streiten dafür, dass die Ungleichheit im Land nicht weiter wächst.“ ver.di-Vorsitzender Frank Werneke sprach übers Internet.

    Für Eugen Roth, den stellvertretenden DGB Vorsitzenden Rheinland-Pfalz-Saarland, ist die dreistündige Online-Kundgebung nur die zweitbeste Lösung. Im kommenden Jahr müsse der Gewerkschaftstag wieder auf der Straße stattfinden. Die Gewerkschaften würden heute mehr denn je gebraucht.

    Die Gewerkschaft ver.di hat ihre Forderungen zumindest per Schiff auf Rhein, Mosel und Saar geschickt. Auf einem großen Transparent verlangte sie, dass das Kurzarbeitergeld aufgestockt wird.

    „Millionen von Beschäftigten haben in der aktuellen Corona-Krise unter schwierigen Bedingungen sichergestellt, dass in unserer Gesellschaft die systemrelevanten Bereiche funktionieren“, sagte Verdi-Bezirksgeschäftsführer Thomas Müller. „Es ist gut, wenn für die aktuell besonders belasteten Beschäftigten geklatscht wird“, ergänzte Michael Blug, Landesbezirksleiter der Gewerkschaft. „Aber die Beschäftigten – besonders in den systemrelevanten Bereichen – verdienen mehr. Jetzt und nach der Krise“, forderte Blug.

    Das Saarschiff ver.di Thomas Müller und das Saarschiff
    Vorschriftsmäßiges Warten bei Regen in Mainz auf das schnelle Schiff auf dem großen Fluss ver.di Vorschriftsmäßiges Warten bei Regen in Mainz auf das schnelle Schiff auf dem großen Fluss
    1. Mai Eine Schifffahrt die ist lustig ver.di Die Kurpfalz in Mainz
    1. Mai an der Saar ver.di Auf der Saar
    Schiff und Hund ver.di Der 1. Mai-Hund und das Rheinschiff

    So hieß es u.a. auch „ver.di -  mit Abstand am besten“, um deutlich zu machen, dass der Abstand nicht bedeutet, den gewerkschaftlichen Kampf aufzugeben. Gewerkschafter machten Selfis und stellten sie in die Sozialen Medien.

    In Mainz begrüßten Mitglieder der ver.di Betriebsgruppe der Unimedizin das Schiff mit einem großen Transparent mit der eindeutigen Losung „Radikal sozial: Solidarisch für Aufwertung und Entlastung“. Wie ver.di mitteilt starte man gleichzeitig in beiden Bundesländern eine große Aktion mit der beschäftigten mit Textilaufkleber. „Wir sind systemrelevant“ um auf die Forderungen der Beschäftigten einzugehen. Allein der Fachbereich Gesundheit will 25.000 dieser Aufkleber in den Krankenhäusern und Altenheimen zur Verteilung bringen.

    Die ver.di Betriebsgruppe der Unimedizin Mainz am Rheinufer ver.di Die ver.di Betriebsgruppe der Unimedizin Mainz am Rheinufer
    1. mai 2020 ver.di Ausflug mit Kinder an der Saar
    Wo ist es nur das Schiff? ver.di Mit Maske auf Schiffssuche
    Auf dem Wasser und zu Lande ver.di Mainzer im Wind  – Vorne das kleine Transparent und auf dem Schiff das Große - oder auch umgekehrt
    Schiff am 1. Mai 2020 ver.di Schiff von oben
    Schiff in Saarbrücken ver.di Schiff vor dem Staatstheater der saarländischen Landeshauptstadt
    Schiff am 1. Mai ver.di Schiff gesucht und gefunden
    1. Mai 2020 ver.di Wir sind systemrelevant  – Allein der Fachbereich Gesundheit in ver.di verteilt 25.000 Textilaufkleber mit dieser Losung um zu unterstreichen: Wir haben mehr verdient als gute Worte.