People over Profit, Menschen vor Profit

Der PSI Weltkongress beschließt Aktionsprogramm und wählt neuen Vorstand.
03.11.2017

Vom 31.10.bis 03.11.2017  fand in Genf der 30. Weltkongress von PSI statt.

Die Internationale der Öffentlichen Dienste (Public Services International, PSI) ist ein internationaler Gewerkschaftsbund, der 20 Millionen Frauen und Männer, die in mehr als 150 Ländern der Welt lebenswichtige öffentliche Dienste erbringen, vertritt. Der Kampf um Demokratie und damit Vereinigungsfreiheit für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes ist ein zentrales Anliegen. Das deutsche Modell der Mitbestimmung, Vereinigungsfreiheit und damit auch das Recht einen Arbeitskampf zu führen, ist ein hohes Gut. Diese demokratischen Rechte werden den Beschäftigten in vielen Ländern verwehrt. Auf dem Kongress wurde ein Aktionsprogramm für die nächsten fünf Jahre beraten und beschlossen, das wichtige Politikfelder beschreibt. Dazu gehören der Kampf gegen Privatisierung, gegen Korruption und gegen Diskriminierung ebenso wie ein Eintreten für Steuergerechtigkeit, eine öffentliche für alle zugängliche gesundheitliche Versorgung oder öffentlichen Zugang zu keimfreien Wasser. Auf dem Kongress wurde der bisherige Präsident Dave Prentis aus Großbritannien ebenso bestätigt wie die Generalsekretärin Rosa Pavanelli aus Italien. Neu in den 80-köpfigen Vorstand gewählt wurde Wiebke Koerlin, stv. Vorsitzende des Bundesfachbereichsvorstands Bildung, Wissenschaft und Forschung in ver.di. Sie ist für die nächsten fünf Jahre eine von drei Verdi-VertreterInnen in der IÖD und löst damit Hanne Reiner (ebenfalls FB 5) ab, die ver.di seit 2002 vertreten hat.

von: Wiebke Koerlin