Fachbereich 3

    #Lehre am Limit

    Fachbereiche 3 und 5 gemeinsam für bessere Lehrbedingungen

    Mehr als solidarisch

    Lehre am Limit
    Mitglieder der Betriebsgruppe auf der Demo ver.di RPS Vor der UMM am 10. Februar

    #Lehre am Limit“ heißt der Hashtag mit dem die Medizinstudenten auf ihre Situation aufmerksam machen. Und am 10. Januar 2020 demonstrierten Hunderte von der UMM durch die Stadt.

    Mit dabei auch Mitglieder der ver.di Betriebsgruppe und Kollegen vom Fachbereich Bildung, Wissenschaft und Forschung. So sah man unter den Demonstranten u.a. die Vorsitzende des Bundesfachbereichsvorstandes Wiebke Koerlin wie auch den Pflegebeauftragten Michael Quetting. Gemeinsam drückte die Fachbereiche ihre Solidarität aus. ver.di unterstützt die Fachschaftsräte Medizin und Zahnmedizin in ihren Forderungen für eine praxisorientierte Ausbildung, zu der zuvorderst der Personalmangel der Lehrenden und der Administration behoben werden muss. Gemeinsam kämpft man für eine ausreichende Finanzierung und gute Studienbedingungen an der Unimedizin. „Gute Gesundheitsversorgung beginnt mit der Ausbildung und geht uns alle an,“ heißt es in einem Flyer der ver.di Gruppe am UMM.

    Sebastian Czech ver.di RPS Kollege Sebastian Czech
    Dieses Flugblatt wurde verteilt ver.di RPS Flugblatt

    ver.di kämpft für gute Arbeits- und Lernbedingungen an der Universitätsmedizin. „Wir arbeiten mit allen Berufsgruppen der UMM, weil wir davon überzeugt sind, dass wir nur gemeinsam etwas erreichen,“ bringt es Sebastian Czech, Aktivist während des Kampfes für Entlastung, auf den Punkt. Die Einführung von Gebühren, den Bachelor- und Masterstudiengängen, unbezahlte Tutorien und die problematischen „Hilfskräfte“-Jobs verlangen ein gemeinsames Handeln mit starken Bündnispartnern., meint ver.di und unterstützt deshalb auch den studentischen Protest.

    ver.di organisiert nicht nur abhängig Beschäftigte, sondern auch Auszubildende, Erwerbslose, MigrantInnen und Freiberufliche. Fast 2/3 aller Studierenden sind auch gleichzeitig ArbeitnehmerInnen und arbeiten teils an der Hochschule, teils in anderen Bereichen und nicht selten in prekären Beschäftigungsverhältnissen. 

    Demo am 10.2.2020 ver.di RPS Während des Protestes
    Mehr von uns st besser ver.di RPS Mehr von uns ist besser
    Vertreterinnen der Betriebsgruppe ver.di RPS ver.di beteiligte sich sichtbar an der Demo

    ver.di hat der UMM im Kampf um eine Verbesserung der Arbeits- und Lernbedingungen einige wichtige Auseinandersetzungen gewonnen. So gelang es 2019 für die Auszubildenden der Gesundheitsberufe Medizinisch- Technische Assistenz, Physiotherapie, Diätassistenz, Logopädie, Ergotherapie und Orthoptik erstmalig die Zahlung einer Ausbildungsvergütung zu erwirken. Vorher bekamen diese Kolleginnen und Kollegen gar nichts und mussten wie viele Studierende mit Nebenjobs ihren Lebensunterhalt bestreiten. 

    Kundgebung vor dem Theater VER.DI RPS Vor dem Theater auf der Abschlusskundgebung
    Kundgebung beim Gutenberg ver.di RPS Wir sind hier, wir sind laut
    Auf der Kundgebung ver.di RPS Auf der Kundgebung

    Im Juli 2019 konnte ver.di einen Gehaltstarifvertrag durchzusetzen, der weit ins Rhein- Main-Gebiet ausstrahlt. Es gelang insbesondere eine Aufwertung der Pflegeberufe und Hebammen mit Entgeltsteigerungen um bis zu 20%. 

    Unmittelbar danach ging es um einen Tarifvertrag zur Entlastung des Personals, welcher im Dezember 2019 abgeschlossen wurde. Dieser definiert klare Regeln, wieviel Personal wo vorzuhalten ist und was passiert, wenn dies nicht der Fall ist. Das gelang uns, indem wir einen Arbeitskampf vorbereiteten und systematisch Stärke, vor allem in der Krankenversorgung, aufgebaut haben. Teil dieser Vereinbarung ist aber auch die Verpflichtung der Unimedizin, auch für den Bereich Forschung und Lehre analog Verhandlungen zur Entlastung aufzunehmen. 

    Die Hebamme und der Pfleger an der Seite der Studentinnen ver.di RPS Die Hebamme und der Pfleger an der Seite der Studentinnen