Aufstehn für die Pflege

    Neue Präsidentin zur Rede eingeladen

    Pflegekammer verändern

    ver.di ruft zur Wahlteilnahme bei Pflegekammerwahl auf

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di ruft alle kritischen Pflegepersonen im Land auf, sich an der Wahl zur Vertreterversammlung der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz zu beteiligen, um Veränderungen möglich zu machen. Bis zum 16. Juli, 15 Uhr, ist die Stimmabgabe möglich: online unter onlinewahl.pflegekammer-rlp.de oder per Briefwahl. ver.di-Vertreterinnen und Vertreter kandidieren auf der Liste 6 oder Liste 7!

    Auf Vorschlag des ver.di-Pflegebeauftragten Michael Quetting haben die Sprecher*innen des Pflegebündnisses „Pflegeaufstand Rheinland-Pfalz“ die auf der Vertreterversammlung am 7. und 8. zu wählende neue Präsidentin oder Präsidenten zur Demonstration und Kundgebung am 11.9. nach Mainz eingeladen. Die Pflegepersonen bitten um eine Darlegung, wie sich die neue Präsidentin oder Präsident vorstellt, dass die Pflege Entlastung und Aufwertung erreichen kann. ver.di geht davon aus, dass sich die neue Vertreterversammlung der Pflegekammer eindeutig und konsequent an die Seite jener Pflegepersonen stellt, die mit dem Pflegeaufstand den Pflegenotstand bekämpfen und eine andere Gesundheitspolitik durchsetzen wollen.

    Michael Quetting mit seinem Leitspruch ver.di FB 03 RPS Michael Quetting mit seinem Leitspruch

    Die Intensivierung des Ringens für Entlastung und Aufwertung für die Pflegekräfte ist eines der 7-Punkte des ver.di-Wahlprogramms für die Kammerwahl. Ferner hat ver.di angekündigt, dass es ihr Wusch ist, die Pflegenden in Rheinland-Pfalz zu befragen, ob sie die Kammer in der jetzigen Form beibehalten wollen. Bekanntlich werden die Kammern in Niedersachsen und Schleswig-Holstein gerade abgewickelt.

    Wir wollen Wertschätzung und verlangen Partizipation. Wir brauchen keine Sonntagsreden, sondern eine echte Ermächtigung, die unsere Ohnmacht überwindet, Gestaltungsspielräume erweitert und unsere Autonomie als Pflegende erhöht

    Michael Quetting, ver.di-Pflegebeauftragter

    Die Pflegekräfte in ver.di haben Forderungen für eine starke, selbstbewusste Pflege aufgestellt. Dabei bleibt das Ziel einer flächendeckenden Entlastung für die Beschäftigten das Hauptanliegen der Gewerkschaftsmitglieder.

    Leider ist die Stimmung unter den Pflegekräften hinsichtlich der Pflegekammer mehr als zurückhaltend. Vorherrschend erscheinen eine desinteressierte und ablehnende Haltung und die Ansicht, dass eine Teilhabe nicht erwünscht oder möglich sei. Ursache dafür sei die intransparente Politik des derzeitigen Vorstandes, so die Ansicht des gewerkschaftlichen Pflegebeauftragten. „Wir wollen Wertschätzung und verlangen Partizipation. Wir brauchen keine Sonntagsreden, sondern eine echte Ermächtigung, die unsere Ohnmacht überwindet, Gestaltungsspielräume erweitert und unsere Autonomie als Pflegende erhöht,“ stellte Quetting in Mainz fest. Eine Veränderung könne es nur geben, wenn die kritischen Pflegepersonen von ihrem Stimmrecht Gebrauch machen. Nur so könne die Meinung der Pflegekräfte korrekt dargestellt werden. Deswegen werbe ver.di für eine hohe Wahlbeteiligung.