Aufstehn für die Pflege

    Verbindet Euch selbst, Pflegeende!

    Kaiserslautern, 7.3.20

    Die Konferenz der Pflegenden

    Am 7. März 2020 findet in Kaiserslautern die Pflegekonferenz der ver.di statt. Wer teilnehmen will, melde sich bitte jetzt per Mail an Michael.Quetting@verdi.de an. Die Unterlagen werden dann zugeschickt.

    Einberufen wird die Konferenz vom ver.di-Pflegebeirat, den der ver.di-Fachbereich Gesundheit, Soziale Dienste, Wohlfahrt und Kirchen in Rheinland-Pfalz-Saarland 2019 berufen hat.15 Pflegepraktiker aus allen Bereichen erarbeiten hier unter dem Vorsitz der Präsidentin Silke Präfke berufspolitische Problemlösungen und vernetzen die Pflegekräfte. Zu diesem Zweck wurde der Pflegebeauftragte Michael Quetting berufen und ein Projekt Pflege.Auf.Stand aufgelegt. 

    Als erstes unterstützte die Gruppe den Kampf für einen Tarifvertrag Entlastung an der Unimedizin Mainz. Noch im Dezember wurde die Unimedizin das 16. Krankenhaus mit einer Vereinbarung zur Entlastung. Im saarländischen Homburg wurde eine ähnliche Vereinbarung schon 2018 getroffen.

    Auch mit der Berufsordnung, die die Landespflegekammer mehrheitlich verabschiedete und die zum 1. Januar 2020 verbindlich in Rheinland-Pfalz in kraft tritt, war Gegenstand der Beratungen des Pflegebeirates. Eine umfangreiche Stellungnahme wurde erarbeitet und der Vertreterversammlung zur Kenntnis gebracht. ver.di lehnte die Berufsordnung der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz ab und verlangte eine Neufassung unter Einbeziehung möglichst vieler Pflegekräfte im Land." Die Berufsordnung stelle einen Rückschritt im Prozess der Professionalisierung dar, weil hier ein rückwärtsgewandtes Verständnis pflegerischer Arbeit vermittelt würde . Wenn die Berufsordnung einen Schutz vor unsachgemäßer Pflege bewirken soll, dann müssten zuerst die Rahmenbedingungen entsprechend sein. Das bedeute in erster Line mehr Personal und Zeit, stellte ver.di fest. 

    Postkarte zur Pflegekonferenz ver.di RPS Die Pflegekonferenz

    Silke Präfke kritisierte, dass anstatt die Arbeitgeber in die Pflicht zu nehmen, die Ordnung die Pflegekräfte verpflichte. An den Rahmenbedingungen werde nichts geändert. „Damit wird der Druck auf die Beschäftigten weiter erhöht anstatt die Verantwortung dorthin zu geben, wohin sie gehört: Zu den Arbeitgebern und der Politik. Zum Teil werden gar Aufgaben der Arbeitgeber auf abhängig Beschäftigte übertragen. Eine stärkere Differenzierung von Vorschriften für selbstständig Tätige und abhängig Beschäftigte wäre nötig,“ so die Pflegebeiratspräsidentin und erfahrene Personalrätin. Auch der Pflegebeauftragte Krankenpfleger Quetting warnt, da die Berufsordnung einen starken Eingriff und Bevormundung in das individuelle Verhalten von Pflegekräften darstelle. „Sie birgt die Gefahr der unkontrollierten Disziplinierung.“

    All das sind Fragen, die auf der Pflegekonferenz beraten werden. Ins Zentrum will man allerdings die Problematik „Ganzheitlich pflegen“ stellen.

    Silke Präfke privat Silke Präfke  – Silke Präfke ist Krankenpflegerin und Personalrätin. Sie ist Präsidentin des ver.di-Pflegebeirats und Mitglied der Vertreterversammlung der Pflegekammer Rheinland-Pfalz.

    Pflegerische Tätigkeit erfordert die Betrachtung des ganzen Menschen, betont Silke Präfke. Sie hat an einem Diskussionspapier mitgearbeitet, das auf der Konferenz zur Debatte gestellt wird. (Zum runterladen rechts die pdf-Datei) Darin wird u.a. betont: "Eine ganzheitliche Pflege bezieht sich ... auf den gesamten Pflegeprozess. Jede Pflegefachkraft muss insbesondere die Bedarfserhebung, Planung, Durchführung und Evaluation leisten und in der Lage sein, eigenverantwortlich Entscheidungen treffen zu können." Silke bennt das ziel der gewerkschaftlich organisierten Pflegekräfte: "Unser Ziel ist es, eine hohe Versorgungsqualität sicherzustellen. Gute Pflege und gute Arbeit gehören dabei untrennbar zusammen. Eine sichere und gute Pflege kann nur ermöglicht werden, wenn es ausreichend gut qualifiziertes Fachpersonal gibt, dessen Anzahl sich an dem tatsächlichen pflegerischen Bedarf bemisst." Sie freut sich, dass sie die Leiterin der Abteilung Berufspolitik im Fachbereich der ver.di-Bundesverwaltung. Melanie Wehrheim, für die Konferenz gewinnen konnte. Sie wird ein Impulsreferat auf der Pflegekonferenz halten.

    Schließlich wählen die Pflegekräfte aus Rheinland-Pfalz auch ihre Listen für die Wahlen zur Landespflegekammer. Dazu legt der Pflegebeirat ein Kurzprogramm und eine Wahlordnung vor. Die Unterlagen gehen allen angemeldeten Kolleginnen und Kollegen rechtzeitig vor der Konferenz zu.

    • Die Tagesordnung und der Zeitplan

      Tagesordnung und Zeitplan

      • 10:00 Uhr
        Eröffnung und Begrüßung
        Frank Hutmacher, ver.di-Landesfachbereichsleiter

       

      • 10:05 Uhr
        Ganzheitlich pflegen – die Vorstellung der gewerkschaftlich organisierten Pflegekräfte
        Melanie Wehrheim, Bereichsleiterin Berufspolitik

       

      • 10:30 Uhr
        Diskussion
        es führt durch die Diskussion Eberhard Bruch, Mitglied Pflegebeirat

       

      • 12:00 Uhr
        Mittagspause

       

      • 13:00 Uhr
        Pflege.Auf.Stand.
        Schließt die Kammer auf - schickt ver.di rein
        Michael Quetting, ver.di Pflegebeauftragter

       

      • 13:15 Uhr
        Verabschiedung 7-Punkte-Programm zu den Kammerwahlen

       

      • 13:30 Uhr
        Beschlussfassung Wahlordnung

       

      • 13:45 Uhr
        Aufstellen der Kandidat*innen der ver.di-Listen für die Landespflegekammer

       

      • 14:55 Uhr
        Schlusswort
        Silke Präfke, Präsidentin Pflegebeirat