Aufstehn für die Pflege

    Jetzt Kammer aufräumen

    ver.di tritt mit zwei Listen an

    Veränderung wählen

    Fakten auf dem Prüfstand

    Mit einem Flyer wenden sich die Kandidatinnen und Kandidaten der beiden ver.di-Listen für die Pflegekammerwahl an ihre Kolleginnen und Kollegen. „Die Lage ist ausreichend beschrieben. Wir wollen Veränderung.“ So ihr Credo. Bei der Wahl ging es um die Frage „Weiter so“ oder „Veränderung“. ver.di setzt auf Veränderung. Deswegen dürfe man sein Wahlrecht auch nicht verfallen lassen. Im Kern ginge es darum, die Kammer aufzuräumen und den Pflegeaufstand vorzubereiten. Alles sei dem Ziel unterzuordnen, die Pflege aufzuwerten.

    Was haben die 81 Vertreterinnen und Vertreter nur gemacht seit ihrer Wahl 2015? Wie ist das mit der gewünschten und viel zitierten Augenhöhe? So fragen sich viele Beschäftigte in den Pflegeeinrichtungen.

    Liste 6 oder 7 wählen ver.di FB 03 RPS Kammer aufräumen

    Es gab Applaus, Lavendel und gute Worte. Hat sich die Situation geändert? Wie ist das jetzt während der Corona-Pandemie? Immer sind es die Beschäftigten der Krankenhäuser und Pflegeheime, der ambulanten Dienste, aus Behinderteneinrichtungen und Rettungsdiensten, die in die Bresche springen sollen. Wird nicht unsere ganze Berufsgruppe verheizt?

    Was hat der Kammerchef Dr. Markus Mai und sein Vorstand denn auf die Beine gestellt? Schließlich kandidiert er erneut in einem Sammeldachverband unbekannter Pflegegruppen und einer im Gesundheitswesen recht unbedeutenden Beamtengewerkschaft. Und er hat sich sogar die Listennummer 1 verpasst. Wie war das nur möglich? Das Kammerorgan erscheint irgendwie als Meinungsmagazin einer bestimmten Richtung und kritischen Stimmen bleiben außen vor. Hat man die Abschaffung der Pflegekammer in Niedersachsen und Schleswig-Holstein nicht verkraftet?

    Schauen wir uns die Ergebnisse der letzten 5 Jahre genauer an. Hier die Fakten: