Fachbereich 10

    Postler sind stinksauer

    Warnstreik bei der Deutschen Post AG

    Postler sind stinksauer

    23.02.2018

    Die Beschäftigten der Deutschen Post AG sind stinksauer. Die Post will in 2018 bisher noch nicht einmal eine lineare Erhöhung vereinbaren.

    Deshalb kam es am 22. Februar zu Warnstreiks auch in Rheinland-Pfalz und dem Saarland. In Kaiserslautern trafen sich über 200 Beschäftigte aus den Brief-Niederlassungen Mainz, Koblenz und Saarbrücken. Unterstützung erhielten Sie dabei von den ver.di-Senioren die mit bei der zentralen Streikveranstaltung in Kaiserslautern dabei waren. Es gibt wohl keine Belegschaft in Deutschland, die sich so mit ihrem Unternehmen identifizieren wie die Postler. Von Azubis bis zu den Senioren unterstützen alle die Forderungen von ver.di.

    Nachdem auch in der dritten Verhandlungsrunde für die bundesweit rund 130.000 Tarifbeschäftigten der Deutschen Post AG kein Durchbruch erzielt werden konnte, hat ver.di den Druck erhöht. „Die Beschäftigten haben eine deutliche Tariferhöhung verdient. Die Post bietet bisher nichts. Unsere Mitglieder sind damit nicht einverstanden. Ihren Unmut haben sie heute gezeigt. Wenn sich seitens der Deutschen Post AG nichts bewegt, wird dies nicht die letzte Maßnahme sein,“ sagt Birgit Sperner, ver.di Landesfachbereichsleiterin und u.a. zuständig für die Deutsche Post AG in Rheinland-Pfalz sowie im Saarland.

    Ver.di fordert eine lineare Erhöhung der Einkommen und Ausbildungsvergütungen um sechs Prozent, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Überdies soll eine tarifvertragliche Wahlmöglichkeit geschaffen werden, wonach der einzelne Beschäftigte einen Teil der zu vereinbarenden Tariferhöhung in freie Zeit umwandeln kann. Das bislang jährlich, aufgrund einer Leistungsbeurteilung gezahlte, variable Entgelt will ver.di durch einen festen monatlichen Betrag ablösen. Zudem soll für die rund 32.000 Beamtinnen und Beamten des Unternehmens die sogenannte Postzulage fortgeschrieben werden. Sie ist eine postspezifische Form der Sonderzahlung für Bundesbeamte.

    Die nächste Verhandlungsrunde im Tarifkonflikt ist am 26./27. Februar in Bonn.