Pressemitteilungen

    Bohr kündigt Mitarbeiter

    Fachbereich Verkehr

    Omnibus Bohr kündigt Mitarbeiter nachdem ver.di für Ihn aktiv wurde

    04.01.2018
    Logo FG Strassenpersonenverkehr Zeichnung grün ver.di FB Verkehr Logo FG Straßenpersonenverkehr 1

    Ein Mitarbeiter der BOHR Omnibus GmbH aus dem Hunsrück machte über ver.di seine ihm zustehenden Ansprüche für Überstunden geltend. Er nutzte hierfür seine durch das Grundgesetz und das Betriebsverfassungsgesetz geschützte Möglichkeit und lies ver.di für ihn agieren. Bereits zwei Stunden nach Eingang der Geltendmachung beim Arbeitgeber reagierte dieser mit der außerordentlichen (fristlosen) Kündigung des Mitarbeiters.

    Gewerkschaftssekretär Marko Bärschneider zeigt sich empört: „Dieses Verhalten ist nicht haltbar. Einem guten Mitarbeiter eine fristlose Kündigung zuzustellen, dies auch noch ohne Begründung, kurz nach aktiv werden unserseits hat schon einen starken Beigeschmack. Hier dürfte auch anderen Mitarbeitern die Freude am Fahren vergehen.“ Bereits in der Vergangenheit zeichnete sich das Unternehmen nicht als mustergültig aus. Bohr zahle in der Regel alles andere als faire Löhne und neige zur Nichtbezahlung von Überstunden – wie im vorliegenden Falle belegt. Auch sonst liege das Mitarbeiterwohl nicht im Fokus des Geschäftes.

    Es sei zu vermuten, dass auch die hier angesprochene Kündigung kein Zufall ist. Seitens ver.di wird angenommen, dass es sich hier um eine offensichtliche Benachteiligung eines Beschäftigten handelt, der sein Grundrecht der Koalitionsfreiheit wahrnehme.  Nach Berichten von Beschäftigten sei es auch in der Vergangenheit schon zu verbalen Ausrufen der Geschäftsführung in diese Richtung gekommen. So soll es in mindestens einer Mitarbeiterversammlung zu Sätzen der Geschäftsführung gekommen sein, die den Tenor enthielten, dass Beschäftigte, die es wagen würden einen Betriebsrat zu gründen bzw. sich gewerkschaftlich zu organisieren mit einer Kündigung postwenden zu rechnen haben. „Das ist absolut skandalös!“ sagt Bärschneider.

    Der gekündigte Mitarbeiter hat vor dem zuständigen Arbeitsgericht die sog. Kündigungsschutzklage durch ver.di einreichen lassen. Dieses wird sich jetzt mit diesem Fall auseinandersetzen.

    Die Bohr-Geschäftsführung könne nun damit rechnen, dass ver.di alle Mittel zur zeitnahen Betriebsratsgründung in Bewegung setzen werde. „Wer so handelt, demokratische Ansätze mit Füßen tritt und Mitbestimmung verhöhnt wird von uns in die Schranken gewiesen,“ sagt Bärschneider energisch. Man müsse der Geschäftsführung klarmachen, dass der Geschäftsführer und ein Betriebsrat keine Personalunion sind. Mitbestimmung sei in diesem Lande nicht nur seit über 150 Jahren etabliert, sondern auch für ein Hunsrücker Traditionsunternehmen mit über 300 Beschäftigen zu akzeptieren.

    Pressekontakt

    V.i.S.d.P. sowie V.i.S.d.TMG Dennis Dacke
    Pressesprecher des Landesbezirks
    Bereichsleiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
    ver.di Landesbezirk Rheinland-Pfalz-Saarland
    Münsterplatz 2-6
    55116 Mainz
    Telefon: 06131 - 9726-110
    Fax: 06131 - 9726-288
    Mobil: 0171 - 3009154
    E-Mail: dennis.dacke@verdi.de
     

    Inhaltliche Rückfragen