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    Warnstreiks werden vor 3. Verhandlungsrunde fortgesetzt

    Tarifrunde im Einzel- und Versandhandel in Rheinland-Pfalz

    Warnstreiks werden vor 3. Verhandlungsrunde fortgesetzt

    30.07.2021

    ver.di Landesbezirk Rheinland-Pfalz-Saarland
    Fachbereich Handel

    P R E S S E I N F O R M A T I O N

    Die Warnstreiks im Einzel- und Versandhandel und im Groß- und Außenhandel werden weiter fortgesetzt

    Für die Beschäftigten im Groß- und Außenhandel sowie im Einzel- und Versandhandel in Rheinland-Pfalz, ist immer noch keine Tarifeinigung für höher tarifliche Einkommen in Sicht, obwohl die Tarifverträge seit Ende April ausgelaufen sind, teilt die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di mit.

    Die Beschäftigten beider Branchen waren ab Juni bereits mehrfach in Streik getreten, trotzdem sind die Arbeitgeber bis jetzt noch kein Stück auf die Forderungen der Tarifkommissionen und damit der Beschäftigten im Handel eingegangen.

    Am 30.07.2021 werden die Verhandlungsgespräche für den rheinland-pfälzischen Einzelhandel im Hotel Hilton, in Mainz fortgesetzt.

    Dies hat die Gewerkschaft ver.di zum Anlass genommen, die Beschäftigten beider Branchen zur Arbeitsniederlegung aufzurufen. Seit dem 29.07.2021 streiken die Beschäftigten der Großhandelsbetriebe Alliance Healthcare und Lekkerland, sowie von den Einzelhandelsbetrieben H&M, Ikea, Galleria, SmythToys, Kaisers Verwaltungs- u. Beteiligungs mbH.

    Die Beschäftigten erhoffen sich, dass ihre Arbeitgeber endlich auf ihre Forderungen eingehen oder zumindest ein verhandlungsfähiges und wertschätzendes Angebot auf den Tisch packen.

    Die Forderung der ver.di- Tarifkommission für den Einzel- und Versandhandel in Rheinland-Pfalz:

    Erhöhung aller Einkommen um 4,5 % plus 45 € monatlich
    Ein rentenfestes Einkommen von mind. 12,50 € je Arbeitsstunde
    Laufzeit der Tarifverträge soll 12 Monate betragen
    Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge

    Bisher boten die Arbeitgeber im Einzel- und Versandhandel:

    1. Für Unternehmen, die gut durch die Pandemie gekommen sind:

    - 2,0 Prozent zum Juli 2021 (nach 2 Nullmonaten) plus eine Einmalzahlung in Höhe von 300 € (für Vollzeitbeschäftigte)

    - 1,4 Prozent ab 1. Mai 2022

    - 2,0 Prozent ab 1. Mai 2023

    2. Für Unternehmen, die von den Pandemieauswirkungen nachteilig betroffen sind, entfällt die Einmalzahlung von 300 € und die Erhöhungen werden um acht bzw. sechs Monate verzögert wirksam:

    - 2,0 Prozent zum 1. März 2022 (nach 10 Nullmonaten)

    - 1,4 Prozent zum 1. November 2022 (nach sechs Nullmonaten)

    - 2,0 Prozent zum 1. November 2023 (nach sechs Nullmonaten)

    In den Tarifgebieten des rheinland-pfälzischen Groß- und Außenhandels (Pfalz, Rheinland-Rheinhessen und genossenschaftlicher Großhandel) haben die ver.di-Tarifkommissionen folgende Forderung an die Arbeitgeber abgegeben:

    Erhöhung aller Einkommen um 4,5 % plus 55 € monatlich
    12 Monate Laufzeit der Tarifverträge
    Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge

    Bisher boten die Arbeitgeber:

    Laufzeit der Tarifverträge 24 Monate (01.05.2021 – 30.04.2023)
    Erhöhung der Entgelte in 2 Stufen: ab dem 01.03.2022 soll es 1,5 % gegen, ab dem 01.11.2022 dann noch mal 1 %
    Betriebe, die gut durch die Pandemie gekommen sind können die Erhöhungen um 6 Monate vorziehen
    Eine Einmalzahlung von 150 €

    „Sowohl für den Einzelhandel als auch für den Großhandel decken beide Angebote nicht einmal annähernd die zu erwartende Preissteigerungsrate in den kommenden Monaten und die Beschäftigten im Handel müssten einen enormen Reallohnverlust hinnehmen, was in keiner Relation zu dem steht, was die Kolleginnen und Kollegen tagtäglich leisten, gerade unter den Besonderheiten, die die Corona-Pandemie täglich an Herausforderungen mit sich bringt,“ so Monika Di Silvestre, ver.di-Verhandlungsführerin für den Einzel- und Versandhandel in Rheinland-Pfalz.

    Stefan Prinz, Verhandlungsführer für alle drei Tarifgebiete des Groß- und Außenhandels in Rheinland-Pfalz erklärt: „Es ist der hervorragenden Arbeit der Kolleginnen und Kollegen im Groß- und Außenhandel zuzuschreiben, dass die Bürgerinnen und Bürger tagtäglich Ware für ihr tägliches Auskommen in den Geschäften kaufen können. Gerade der Mehrbedarf während der Pandemie hat die Beschäftigten im Groß- und Außenhandel enorm gefordert.“

    Inhaltliche Rückfragen:

    Monika Di Silvestre
    Landesfachbereichsleiterin Handel/Verhandlungsführerin
    ver.di Landesbezirk Rheinland-Pfalz-Saarland
    Mobil: 0170 2260385
    Mail: monika.disilvestre@verdi.de

    Pressekontakt

    Verantwortlich im Sinne des Presserechts Birgit Beier
    Pressesprecherin
    Referentin der Landesbezirksleitung
    ver.di Rheinland-Pfalz-Saarland
    Münsterplatz 2-6, 55116 Mainz
    Tel. 06131-9726-110
    Fax: 06131-9726-288
    birgit.beier@verdi.de