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    Warnstreik: Südwestrundfunk Standort Mainz

    Fachbereich Medien, Kunst & Industrie

    Warnstreik: Südwestrundfunk Standort Mainz

    18.09.2019
    Streik AVH 2018 Arnold Rekittke (ver.di) Streik

    Für den morgigen Nachmittag (18.09) ruft die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) die Beschäftigten des Süwdwestrundfunks (SWR) zu einem weiteren Warnstreik auf. Hintergrund ist die laufende Entgelt-Tarifrunde. Im Rahmen eines bundesweiten Streik- und Aktionstages soll die Arbeit fünf Stunden ruhen. In Mainz wird es um 15 Uhr eine Kundgebung geben. Fabian Gödeke, stellv. Bezirksgeschäftsführer des ver.di Bezirks Mittelrhein wird zu den Streikenden sprechen. Auch in Stuttgart und Baden-Baden sind zeitgleich Kundgebungen geplant.

    Der Streik unterstreicht die ver.di-Forderung nach einer angemessenen Tariferhöhung im Volumen des öffentlichen Dienstes der Länder (TdL).  In der TdL wurden pro Jahr 3,2 Prozent Entgelterhöhung vereinbart. Die Arbeitgeberseite bot zuletzt 2,5 und 1,7 Prozent. Im bundesweiten Vergleich der Rundfunkanstalten sind die Arbeitgeberangebote ähnlich.

    Jahrzehntelang wurde im öffentlich-rechtlichen Rundfunk nur selten gestreikt, da sich die Tariferhöhungen an den Gehaltssteigerungen im öffentlichen Dienst orientierten. „Wegen der anhaltenden Debatten um die Höhe des Rundfunkbeitrags haben sich die Intendanten von diesem Konsens verabschiedet und einen Sparkurs,“ empört sich Michael Holdinghausen, zuständiger ver.di-Landesfachbereichsleiter. ver.di fordert gegenüber der Politik einen Rundfunkbeitrag, der Tarifsteigerungen berücksichtigt. „Der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist mit all seinen Facetten, seiner hohen Qualität und seinem zielgruppenorientieren Programm ein wichtiger Anker für die deutsche Medienwelt. Die Beschäftigten leisten täglich großartige Arbeit. Die zielgruppenorientiere Medienwelt des öffentlich-rechtlichen Rundfunk ist für unsere Demokratie lebenswichtig“, sagt Holdinghausen abschließend.