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    TV-N Saar: Verhandlungsabbruch

    Fachbereich Verkehr

    Tarifrunde Nahverkehr im Saarland: Ultimatum abgelaufen – Verhandlungsabbruch

    21.08.2018

    Die rund 1000 Beschäftigten des Tarifgebietes Nahverkehr im Saarland (TV-N Saar) warten seit 31.12.2017 auf Tarifsteigerungen. Das Verhalten des kommunalen Arbeitgeberverbands (KAV) ist für ver.di absolut unverständlich: „Nach 8 Monaten sind wir eigentlich immer noch am Anfang,“ sagt ver.di Verhandlungsführer Christian Umlauf und ergänzt: „Diese augenscheinliche Verzögerungstaktik ist ein Armutszeugnis für eine Branche, die unter massiven Personalproblemen, schlechten Arbeitsbedingungen und hoher Fluktuation leidet. Die Probleme werden hier, durch den KAV, weiter verschärft.“

    Ver.di vermisst den ernsthaften und konstruktiven Verhandlungswillen des KAV. Dieser hat das Verhandlungsultimatum der ver.di Tarifkommission, welches gestern endete, wortlos verstreichen lassen. Ver.di hatte die Erwartungshaltung, dass das dritte Angebot der Arbeitgeberseite nun endlich in eine verhandelbare Richtung gehen würde. „Der TV-N Saar muss wettbewerbsfähig im Arbeitsmarkt werden. Er sollte für das ganze Saarland gelten. Bei den privaten Unternehmen ist die Situation noch dramatischer. Hier muss die öffentliche Hand ein Vorbild sein“, sagt Thomas Müller Bezirksgeschäftsführer der ver.di Region Saar Trier und mahnt: „Es ist falsch einen erbitterten Konkurrenzkampf um den günstigsten Tarifvertrag zu führen. Das Saarland und die Branche brauchen gute Arbeitsbedingungen und gute Löhne. Der ÖPNV ist wesentlich für uns alle. Dass der KAV hier so agiert, wie er agiert ist falsch und richtet sich nicht nur gegen das Fahrpersonal, sondern auch gegen alle Menschen die auf den ÖPNV angewiesen sind.“

    Ziel der Tarifverhandlungen ist es, den TV-N Saar an das Niveau anderer kommunaler Tarifverträge anzupassen und ihn für die Allgemeinverbindlichkeit fit zu machen. Dies würde zu einem ausgeglichenen Verhältnis im Saarland führen, für das Personal ein riesiger Zugewinn sein und nicht zuletzt Fahrtausfälle und Personalknappheit bekämpfen.

     

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