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    „Das Friseurhandwerk geht baden“ Erfolgreicher Protest

    Fachbereich Besondere Dienstleistungen

    Vergütung für Friseurauszubildende: ver.di fordert Erhöhungen zwischen 10 und 20 Prozent im ersten Jahr – positive Bilanz der Protestaktionen sowohl in Koblenz als auch bundesweit

    30.08.2017
    Besser abschneiden! ver.di Besser Abschneiden!

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) zieht eine positive Bilanz der Protestaktionen „Das Friseurhandwerk geht baden“, die gestern (29. August 2017) bundesweit stattfanden. Auch in Koblenz haben sich aktive der ver.di Jugend und einige Friseur-Azubis zusammengefunden und haben das Friseurhandwerk symbolisch baden gehen lassen.

    „In Koblenz haben gestern mutige Aktive und einige noch mutigere Friseur-Azubis gezeigt, dass sie sauer sind. Diese Menschen wollen gemeinsam kämpfen. Wir sind gespannt, wie sich die Arbeitgeberverbände in Rheinland-Pfalz zu unseren Forderungen äußern werden.“ sagte Jürgen Jung, zuständiger Landesfachbereichsleiter und ergänzte: „Das ist ein erster guter Anfang. Besonders freut es mich, dass sich hier junge Betroffene getraut haben auf die Straße zu gehen, obwohl ihnen erhebliche Konsequenzen in den Salons drohen.“

    „In rund 20 Städten haben Auszubildende mit kreativen Aktionen über ihre schlechte Bezahlung aufgeklärt und Druck gemacht für Tariferhöhungen. Das ist ein eindrucksvolles Zeichen für bessere Ausbildungsbedingungen“, sagte ver.di-Sekretär Marvin Reschinsky für die Bundesebene.


    ver.di will in Rheinland-Pfalz sowie in zehn weiteren Bundesländern (Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Berlin, Hamburg, Hessen, NRW, Saarland, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein ab Herbst Tarifverhandlungen führen und fordert im Schnitt 10-20 Prozent mehr Ausbildungsvergütung. Im Friseurhandwerk gibt es rund 23.000 Auszubildende. Laut Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) lag die durchschnittliche Ausbildungsvergütung im Friseurhandwerk 2015 im Osten bei gerade einmal 269 Euro, im Westen bei 494 Euro monatlich. In Rheinland-Pfalz lag sie bei 500.- Euro. Der bundesweite Gesamtdurchschnitt der tariflichen Ausbildungsvergütungen lag über sämtliche Branchen hinweg hingegen bei 826 Euro monatlich.
    Nähere Informationen zur bundesweiten Tarifkampagne „Besser abschneiden“ unter http://www.besser-abschneiden.info/  und www.facebook.de/besserabschneiden  .

    Pressekontakt

    V.i.S.d.P. sowie V.i.S.d.TMG Dennis Dacke
    Pressesprecher des Landesbezirks
    Bereichsleiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
    ver.di Landesbezirk Rheinland-Pfalz-Saarland
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    Telefon: 06131 - 9726-110
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