Pressemitteilungen

    Warnstreik im Geldtransportgewerbe in Trier und Neunkirchen

    Fachbereich Besondere Dienstleistungen

    Warnstreik im Geldtransportgewerbe: Banken und Geschäfte in der Region Trier und rund um Neunkirchen ohne frisches Bargeld

    01.01.2019
    Bild von Streikenden bei Nacht Thomas Kirsch Streikbild aus der Tarifrunde 2017  – Streikfoto

    Hunderte Geldtransporte in ganz Deutschland werden ab Mittwochmorgen (2.1.) bestreikt. Auch die rund 160 Beschäftigten bei Prosegur in Neunkirchen und Föhren (bei Trier) sind zum Warnstreik aufgerufen. Ver.di hat bundesweit 12.000 Beschäftigte der Geld- und Wertbranche zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen. „Unsere Mitglieder fordern zurecht mehr Geld. Die Verweigerungshaltung der Arbeitgeberseite ist untragbar,“ sagt Jürgen Jung, zuständiger Landesfachbereichsleiter in Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Er fordert stellvertretend für alle ver.di Mitglieder der Branche beider Bundesländer: „dass nun endlich ein Angebot auf den Tisch kommt, über das ernsthaft verhandelt werden kann.“ Nach fünf ergebnislosen Runden mit den Arbeitgebern werden die Tarifverhandlungen am 3. und 4. Januar in Bad Nauheim fortgesetzt.

    Durch die Streiks wird der Bargeldverkehr erheblich gestört. Viele Banken und Einzelhandelsgeschäfte bekommen nach den Feiertagen kein frisches Bargeld. Geldautomaten, die nach dem Jahreswechsel vielfach leer sind, werden nicht neu befüllt. Auch die Abholung der Tageseinnahmen bei Warenhäusern, Möbel- und Baumärkten sowie anderen großen Unternehmen ist nicht sichergestellt.

    ver.di fordert eine Erhöhung des Stundenlohns um 1,50 Euro pro Jahr, bzw. eine Gehaltserhöhung um 250 Euro pro Monat, sowie die Angleichung der Gehälter in den neuen Bundesländern bei einer Laufzeit von zwei Jahren. Außerdem soll eine Allgemeinverbindlichkeit des Tarifvertrages für die gesamte Branche erreicht werden. Durch die Angebote der Arbeitgeberseite würden sich die Verdienstunterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern noch vergrößern. "ver.di hat sich in den Verhandlungen kompromissbereit gezeigt, aber solche Vorschläge sind nicht kompromissfähig", sagt ver.di Verhandlungsführer Arno Peukes. Die Gehälter für die Geldzähler und Geldtransportfahrer, die bewaffnet sind und einer hohen körperlichen und psychischen Belastung ausgesetzt sind, liegen im Osten bei 1.800 bis 2.400 und im Westen bei 2.200 bis 2.900 Euro brutto pro Monat. Die Beschäftigten der Branche leben in der Regel in Ballungsgebieten mit hohen Mieten und Lebenshaltungskosten.
    Die Gewinne der Unternehmen der Geld- und Wertbranche sind in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen.

    Pressekontakt

    V.i.S.d.P. sowie V.i.S.d.TMG Dennis Dacke
    Pressesprecher des Landesbezirks
    Bereichsleiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
    ver.di Landesbezirk Rheinland-Pfalz-Saarland
    Münsterplatz 2-6
    55116 Mainz
    Telefon: 06131 - 9726-110
    Fax: 06131 - 9726-288
    Mobil: 0171 - 3009154
    E-Mail: dennis.dacke@verdi.de
     

    Inhaltliche Rückfragen