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    3. Verhandlung Einzelhandel RP ergebnislos

    Fachbereich Handel

    Tarifrunde Einzel- und Versandhandel Rheinland-Pfalz: Das Monopoly des Arbeitgeberverbands – Verhandlungen erneut ergebnislos

    30.06.2017
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    Heute (30.06.) endeten die Verhandlungen für die rund 100.000 Beschäftigten des rheinland-pfälzischen Einzel- und Versandhandels erneut ergebnislos. „Die Arbeitgeber vergleichen die Tarifverhandlungen mit Monopoly spielen, vergessen dabei aber – dass hier nur einer gewinnt, und das sollen nicht die Beschäftigten sein,“ echauffiert sich Monika Di Silvestre, Verhandlungsführerin von ver.di.

    Um 10:45 Uhr standen dann plötzlich Streikende des Real-Markts Mainz-Bretzenheim sowie von Toy’s R´ Us aus Koblenz vor der Tür. Dies geschah, nachdem die Arbeitgeberseite signalisierte, dass es kein neues Angebot geben wird. „Auch das schmeckte der Arbeitgeberseite wenig. Der Arbeitskampf zeigt, wie sauer die Beschäftigten sind. Mit immer dem gleichen Angebot durch das Land zu reisen, darauf auch noch irgendwie stolz zu sein, hat nichts mit Wertschätzung für die Beschäftigten zu tun,“ sagte Stefan Prinz, Gewerkschaftssekretär im Handel. Allgemein verliefen die Verhandlungen recht angespannt, ein Teil der Arbeitgeberseite kam sogar erst gar nicht in die Verhandlungen, sondern verweilte vor der Tür.

    Auch andere Betriebe, wie H&M in Ludwigshafen und Kaiserslautern oder auch Hornbach in Kaiserslautern, waren heute spontan zum Arbeitskampf aufgerufen worden.

    Die Arbeitgeberseite habe nun Zeit, bis zur nächsten Verhandlung am 21.07.2017, ein Angebot vorzulegen, was diesen Namen auch verdient hat. „Die Beschäftigten brauchen eine klare prozentuale Erhöhung, um Altersarmut vorzubeugen und die Mieten im Monopoly-Spiel der Arbeitgeber bezahlen zu können. Das ist mit dem Angebot der Arbeitgeberseite unmöglich! Wer hart arbeitet, verdient gute Gehälter,“ sagte Monika Di Silvestre.

    Ver.di fordert im Kern eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 4% bei einer Laufzeit von 12 Monaten.  Als soziale Komponente für die unteren Lohn- bzw. Gehaltsgruppen haben die Tarifkommissionsmitglieder einen Betrag von 81.- Euro pro Monat oder 50 Cent pro Stunde festgelegt. Außerdem soll es eine Mitgliedervorteilsleistung für Gewerkschaftsmitglieder in Höhe von 300.- Euro geben. Die Ausbildungsvergütungen sollen um 100.- Euro je Ausbildungsjahr steigen.  Auch die Forderung nach der Allgemeinverbindlichkeit des Tarifvertrags für alle Beschäftigten der Branche in Rheinland-Pfalz ist ver.di sehr wichtig.

    Pressekontakt

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