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    Ultimatum fruchtlos verstrichen

    Fachbereich Verkehr

    Ultimatum fruchtlos verstrichen

    05.03.2020

     

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft für Freitag, den 06.03.2020 in westlichen und östlichen Teilen des Landes Rheinland-Pfalz die Beschäftigten privater Busunternehmen zum Streik auf. Betroffen davon ist die DB Regio Bus Mitte GmbH an den Standorten Mainz, Ingelheim und Bacharach sowie Stadtbus Bad Kreuznach und die Moselbahn in Bernkastel-Kues.

    Die Arbeitskampfmaßnahmen beginnen mit Schichtbeginn am 06.03.2020 um 03:00 Uhr und enden vorerst mit Ende der jeweiligen Schicht des Tages. Es muss davon ausgegangen werden, dass sich während der laufenden Arbeitsniederlegungen weitere Betriebe des privaten Omnibusgewerbes Rheinland-Pfalz am Streik ebenfalls beteiligen werden.

    Insbesondere der Westen, die Mitte und der Osten des Landes dürften von den Streikmaßen betroffen sein. Ebenso betroffen ist der gesamte Überlandverkehr in den betroffenen Regionen und Gemeinden. Auch der Schülerverkehr wird in den regional betroffenen Teilen des Landes nicht stattfinden.

    Hintergrund des Streiks ist das von ver.di an den Arbeitgeberverband gestellte Ultimatum, den Beschäftigten der Branche bis zum 01.03.2020 ein neues verhandelbares Angebot auf dem Niveau des hessischen Tarifabschlusses vorzulegen. Das Ultimatum hat der Arbeitgeberverband trotz der drohenden Streiks verstreichen lassen. „Die Arbeitgeberseite hat auf das Ultimatum, gelinde ausgedrückt, nicht intelligent reagiert“, erklärt Marko Bärschneider als zuständiger Gewerkschaftssekretär. Der Gewerkschaft ver.di liegt hierzu ein Schreiben der Arbeitgeberseite vor, nach deren Verständnis man bereits ein Angebot auf dem Entgeltniveau Hessens abgegeben habe. Das abgegebene Angebot beinhaltet eine Erhöhung auf 13,99 € pro Stunde. Die Vergütung in Hessen liegt seit dem 01.01.2020 bei 15,00 € die Stunde, so Bärschneider. „Die heutigen regionalen Arbeitskampfmaßnahmen im Westen und Osten des Landes sind unabdingbar“, sagt Jürgen Jung, einer der ver.di-Verhandlungsführer. „Wir haben bereits im gesamten Land die Fahrgäste durch Fahrgastinformationen über die anstehenden drohenden Streiks informiert, umso unverständlicher ist für uns nun die Tatsache, dass insbesondere die DB Regio Bus Mitte GmbH, ein Verbot zur Verteilung der Fahrgastinfo unter Androhung arbeitsrechtlicher Konsequenzen gegenüber ihren Beschäftigten erteilt hat. Die guten Worte sind nun leider verbraucht. – Die Fahrerinnen und Fahrer brauchen jetzt eine schelle Antwort in Ihrem Portmonee“, so Jung weiter.

    Kernforderungen der Beschäftigten sind: die sog. Durchbezahlung der Dienste, ein dreizehntes Monatsgehalt, die Erhöhung des Urlaubsgelds sowie die Erhöhung der Zuschläge für Nacht-, Feiertags- und Wochenendarbeit. Weiter wird die 5-Tage-Arbeitswoche und die Absenkung der Wochenarbeitszeit auf 38 Stunden gefordert. Ebenso wird ein Stundenlohn im Einstiegsgehalt von 17,00 € gefordert. Im Tarifgebiet befinden sich neben privaten Busunternehmen auch Betriebe der Speditionen, Logistik-Unternehmen sowie Betriebe aus dem Bereich Kurier-, Express- und Postdienstleistungen (nicht Deutsche Post AG).

     

    Pressekontakt

    Verantwortlich im Sinne des Presserechts sowie nach Telemediengesetz Birgit Beier
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