Pressemitteilungen

    Abschluss TdL-Runde 2017

    Tarifrunde der Länder

    Tarifabschluss für die Landesbeschäftigen in Rheinland-Pfalz sowie im Saarland:

    Deutliche Reallohnerhöhungen plus strukturelle Verbesserungen 17.02.2017

    Tarifabschluss für die Landesbeschäftigen in Rheinland-Pfalz sowie im Saarland: Deutliche Reallohnerhöhungen plus strukturelle Verbesserungen

     Die vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) nebst GdP, GEW und IGBAU haben am heutigen Abend einen Verhandlungsabschluss mit dem Arbeitgeberverband im Tarifbereich der Länder erzielt. Dies gilt auch für die 126.000 Tarif-Beschäftigten in Rheinland-Pfalz sowie im Saarland. Die Zusage für die Übertragung auf die Beamtinnen und Beamten seitens der beiden Landesregierungen steht zum jetzigen Zeitpunkt noch aus. Micheal Blug, Landesleiter ver.di Rheinland-Pfalz-Saarland dazu: „Die Beschäftigten in Rheinland-Pfalz und im Saarland haben durch ihre Aktionen und Warnstreiks die Arbeitgeberseite beeindruckt. Dies hat dafür gesorgt, dass ein akzeptables Verhandlungsergebnis erreicht wurde, zu dem, alle ver.di Mitglieder, persönlich, befragt werden.“ Blug geht von einem breiten positiven Votum der ver.di Mitglieder aus.  

    Im Detail:
    Die  Einigung sieht eine tabellenwirksame Anhebung der Gehälter um 2,0 Prozent rückwirkend zum 1. Januar 2017 beziehungsweise um 75 Euro Mindestbetrag als soziale Komponente vor. Ein weiterer Anhebungsschritt um 2,35 Prozent erfolgt zum 1. Januar 2018. Die Einführung der Stufe 6 für die Entgeltgruppen 9 bis 15 erfolgt in zwei Teilschritten: zum 1. Januar 2018 sowie zum 1. Oktober 2018. Es werden Akzente in den oberen Entgeltgruppen gesetzt, die mit einer sozialen Komponente in den mittleren und unteren Entgeltgruppen ausbalanciert werden. Zudem wurde eine Prozessvereinbarung über die Aushandlung einer neuen Entgeltordnung verabredet, von der künftig insbesondere die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst und dem Pflegebereich profitieren sollen. Bis zu einer Einigung, die in der Tarifrunde 2019 angestrebt wird, erhalten Sozialarbeiter je nach Eingruppierung 50 bis 100 Euro mehr pro Monat, Erzieherinnen und Kita-Leitungen 80 Euro.
    Darüber hinaus erhalten die Auszubildenden eine in zwei Schritten von jeweils 35 Euro erhöhte Vergütung sowie künftig 29 Tage Urlaub im Jahr (vorher 28 Tage). Keine abschließende Einigung wurde in der Frage der Einbeziehung der schulischen Ausbildungsgänge in den Geltungsbereich der Azubi-Tarifverträge erzielt. Hier wollen sich die Tarifpartner noch mehr Zeit lassen und haben Gespräche unter Beteiligung der Verhandlungsführer Frank Bsirske für die Gewerkschaften und Peter-Jürgen Schneider für die Länder vereinbart. „Damit haben wir erreicht, dass die jungen Menschen zumindest in absehbarer Zeit mit einer angemessenen Vergütung rechnen können“, sagte Frank Bsirske in Potsdam.

    Zudem wurde eine Übergangsversorgung für Beschäftigte im Justizvollzug und im feuerwehrtechnischen Dienst vereinbart, die die Nachteile des vorzeitigen Renteneintritts mit einer einmaligen Abfindungszahlung in Höhe von rund 70.000 Euro kompensieren soll.

    Die ver.di-Bundestarifkommission hat das Verhandlungsergebnis einstimmig für die jetzt folgende Mitgliederbefragung zur Annahme empfohlen. ver.di fordert von den Bundesländern die zeit- und inhaltsgleiche Übertragung des Ergebnisses auf die Beamtinnen, Beamten und Versorgungsempfänger.

    Pressekontakt

    V.i.S.d.P. sowie V.i.S.d.TMG Dennis Dacke
    Pressesprecher Rheinland-Pfalz-Saarland
    Münsterplatz 2-6
    55116 Mainz
    06131-9726-110
    0171-3009154
    dennis.dacke@verdi.de