Pressemitteilungen

    Streik in der Sicherheitsbranche in Rheinland-Pfalz-Saarland

    Fachbereich Besondere Dienstleistungen

    Streik bei Prosegur Andernach

    Bundesweite Streiks zur Tarifrunde Geld und Wertdienste 12.01.2017
    Sicherheitsmitarbeiter Fototeam ver.di Hessen Security-Fachkraft

    Streik bei Prosegur Andernach
    Bundesweite Streiks zur Tarifrunde Geld und Wertdienste


    Am Freitag, den 13.01.2017 ruft die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) zum Ganztags-Streik in der Geld- und Wertbranche mit Arbeitsbeginn auf. Ab 5:30 Uhr bspw. die 75 Beschäftigten bei Prosegur in Andernach.
     
    Mit dem Streik will ver.di Druck, im Vorfeld der nächsten Verhandlungsrunde am 16.1.2017, auf die Arbeitgeber ausüben. Das bisherige Angebot von 2,5 % wird von ver.di als viel zu niedrig abgelehnt.
    Bundestarifkommissionsmitglied Thomas Kirsch, beschäftigt als Geldtransportfahrer in Andernach, betont: „Unsere Löhne in Rheinland-Pfalz sowie im Saarland sind die niedrigsten im Westen. Nur im Osten verdient man noch weniger! Wir fordern für die Beschäftigten, gleichen Lohn für gleiche Arbeit, egal in welcher Region man be-schäftigt ist.“ Jürgen Rinke-Oster, zuständiger Gewerkschaftssekretär von ver.di in Rheinland-Pfalz-Saarland dazu: „Mit den Streiks wollen und werden die Beschäftig-ten deutlich machen, dass die Arbeitgeber deutlich was für unsere Region drauf le-gen müssen! Wir brauchen den Einstieg in zukünftige einheitliche Löhne für gleiche Arbeit.“


    Weitere Zitate  von Thomas Kirsch, Mitglied der Tarifkommission:
    • „Während ein Fahrer in NRW 15,73€ bekommt, erhalten wir nur 12,92€. Das sind 21,8% weniger!“
    • „In der Geldbearbeitung sind es statt 12,92€ nur 10,11€ das sind sogar 27,8% weniger!“


    Hintergrund für die redaktionelle Arbeit:
    ver.di fordert in der laufenden Tarifrunde eine Erhöhung der Löhne um 1,50 Euro in der Stunde und eine Angleichung der Entgelte in den unterschiedlichen Regionen und Bereichen. Bislang klaffen die Löhne derzeit, regional bis zu 40 Prozent auseinander. So beträgt der Lohn im Geldtransport von Nordrhein-Westfalen derzeit 15,73 Euro, in Berlin werden dagegen nur 11,24 Euro gezahlt –  4,49 Euro pro Stunde weniger bei der gleicher Tätigkeit. Die Löhne in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, im Saarland, in Rheinland-Pfalz, in Berlin und in Brandenburg liegen im Niedriglohnbereich. Die Beschäftigten in den stationären Dienstleistungen in den ostdeutschen Ländern erhalten mit 9,33 Euro/Stunde nur 48 Cent mehr als der gesetzliche Mindestlohn.
    Weitere Informationen finden Sie unter www.aber-sicher.org


    Weitere Streikbetriebe am 13.01.2017:
    • ZIEMANN SICHERHEIT Holding GmbH in Koblenz                    50 Beschäftigte
    • ZIEMANN SICHERHEIT Holding GmbH in Saarlouis                  45 Beschäftigte
    • Prosegur Services Germany GmbH in Trier                                 80 Beschäftigte
    • Prosegur Services Germany GmbH in Neunkirchen / Saarland   70 Beschäftigte

    Die Kundgebungen enden jew. nach ca. 2 Stunden.

     

    Pressekontakt

    V.i.S.d.P. sowie V.i.S.d.TMG Dennis Dacke
    Pressesprecher des Landesbezirks
    Bereichsleiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
    ver.di Landesbezirk Rheinland-Pfalz-Saarland
    Münsterplatz 2-6
    55116 Mainz
    Telefon: 06131 - 9726-110
    Fax: 06131 - 9726-288
    Mobil: 0171 - 3009154
    E-Mail: dennis.dacke@verdi.de