ver.di Presseinformation

Tag der Sozialen Arbeit am 19. März

Pressemitteilung vom 19.03.2024

Mainz, 18.03.2024
ver.di Landesbezirk Rheinland-Pfalz-Saarland
Fachbereich B: Öffentliche und private Dienstleistungen,
Sozialversicherung und Verkehr

P R E S S E I N F O R M A T I O N

 

Zum Internationalen Tag der Sozialen Arbeit am 19. März

„So nah am Kollaps wie niemals zuvor“

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di kritisiert, dass die Politik jahrelanges Versagen auf dem Rücken von Kindern, Jugendlichen, Familien und Beschäftigten in Jugendämtern, Jugendhilfeeinrichtungen und Inobhutnahmestellen austrägt.

Die Betreuung von Kindern, Jugendlichen und Familien ist nicht ausreichend. Die Beschäftigten sind jetzt schon stark überlastet sind. Dies liegt unter anderem an Personalschlüsseln, die nur die notwendigsten sozialen Dienstleistungen ermöglichen. Der zuständige Sekretär für Kommunalverwaltung und Soziale Arbeit, Volker Euskirchen, betont: "Das System stößt schon lange an seine Grenzen und ist so nah an einem Kollaps, wie nie zuvor. Die Coronapandemie und der Krieg in der Ukraine haben die Probleme noch komplexer gemacht. Es besteht eine wachsende Fachkräftelücke in der Sozialen Arbeit, ähnlich wie im Bereich der Kitas.“

Laut Bundesagentur für Arbeit fehlen bundesweit 20.578 Fachkräfte. Die Beschäftigten leiden unter Überforderung, Überlastung und einem hohen Burnout-Risiko. Um auf diese Problematik aufmerksam zu machen und Lösungen zu finden, lädt ver.di bundesweit zu Veranstaltungen anlässlich des Internationalen Tages der Sozialen Arbeit ein. Im Landesbezirk Rheinland-Pfalz-Saarland wird der Fokus auf eine Veranstaltung zur gesetzlich vorgeschriebenen Gefährdungsanalyse nach dem Arbeitsschutzgesetz gelegt. „Leider gibt es nicht für alle Arbeitsplätze in der sozialen Arbeit eine solche Analyse, und psychische Belastungen werden oft nicht erfasst“, erklärt Euskirchen abschließend.



Weitere Informationen finden Sie unter folgenden Links:


Mein Arbeitsplatz - Sozialarbeit

Ergebnisse der Studien

Ergebnisse des DAK Psychreport 2024 

 

Kontakt für Rückfragen:

Volker Euskirchen
Mobil 0170 6355183

 

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