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    Tarifrunde AWO Saarland: 2. Verhandlungsrunde ergebnislos

    Fachbereich Gesundheit, Soziale Dienste, Wohlfahrt und Kirchen

    Tarifrunde AWO Saarland: 2. Verhandlungsrunde ergebnislos

    23.07.2019
    AWO Saarland ver.di / Bernd Lohrum Ein Haus der AWO im Saarland

    Für die rund 5.200 Beschäftigten der Arbeiterwohlfahrt im Landesverband Saarland e.V. (AWO) ist die zweite Tarifverhandlungsrunde ergebnislos geendet. Das Arbeitgeberangebot ist aus ver.di-Sicht derzeit nicht ausreichend. ver.di sieht das Kernproblem in der vom Arbeitgeber angebotenen unterschiedlich hohen Entgeltsteigerung der einzelnen Beschäftigten. Hier gibt es Unterschiede von teilweise über zehn Prozent. Die Forderung nach einer einheitlichen Tarifsteigerung wird durch die Arbeitgeberseite nicht realisiert. Die Arbeitgeberseite bevorzugt Pflegefachkräfte deutlich in ihrem Angebot, während Beschäftigte beispielsweise im Verwaltungsbereich nur minimale Steigerungen erfahren sollen: „Von Lohnsteigerungen müssen alle Beschäftigten gleichermaßen profitieren, da auch alle gleichermaßen gute Arbeit leisten“, sagt Mirko Gelfert, ver.di-Verhandlungsführer. Die Forderung von ver.di wird dadurch bekräftigt, dass die Arbeitgeberseite das Einfrieren des Weihnachtsgelds für alle Beschäftigten auf derzeitigem Stand fordert.

    Die ver.di-Tarifkommission der AWO wird nun über das Arbeitgeberangebot beraten. Die nächste Verhandlungsrunde wird am 12.08.2019 in Saarbrücken stattfinden. „Die Arbeitgeberseite muss bis zur dritten Runde das Angebot überarbeiten“, sagt Gelfert.

    Gefordert wird die Übernahme der aktuellen Tabellenentgelte des Tarifvertrags des öffentlichen Dienstes. Durchschnittlich entspricht dies, am Beispiel einer Pflegekraft, einer Erhöhung von 150 bis 310 Euro. „In den Seniorenpflegeeinrichtungen, Sozialstationen mit ambulantem Pflegedienst und anderen Unterstützungsleistungen, den Kinder- Jugend- und Familienhilfeeinrichtungen wie Kindertageseinrichtungen, Familienzentren und Jugendtreffs sowie in den Wohn- und Werkstätten für Menschen mit Behinderung wird täglich harte Arbeit geleistet. Die Tarifforderung unser Mitglieder ist mehr als gerechtfertigt“, sagt Mirko Gelfert, ver.di-Verhandlungsführer. Weiter wird eine Zulage für das sogenannte "Holen aus dem Frei" gefordert, da es bei der AWO häufig zu kurzfristigen Dienstplanänderungen kommt.

    Pressekontakt

    V.i.S.d.P. sowie V.i.S.d.TMG Dennis Dacke
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    Bereichsleiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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