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Tarifkonflikt im privaten Omnibusgewerbe Rheinland-Pfalz geht weiter

Pressemitteilung vom 06.03.2024

Mainz, 06.03.2024
ver.di Landesbezirk Rheinland-Pfalz-Saarland
- Verkehr -

P R E S S E I N F O R M A T I O N

 

Tarifkonflikt im privaten Omnibusgewerbe Rheinland-Pfalz
Urabstimmung neigt sich dem Ende zu. Wochenlange Stillstände des Nahverkehrs stehen unmittelbar bevor.

Im Tarifkonflikt zwischen der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und der Vereinigung der Arbeitgeberverbände Verkehrsgewerbe Rheinland-Pfalz e.V. stehen wochenlange Stillstände des Nahverkehrs unmittelbar bevor. „Die letzten Hochrechnungen der Urabstimmung sind bereits jetzt schon so deutlich, dass mit einem vorzeitigen Ende des Tarifkonfliktes nicht mehr zu rechnen ist“, teilte der zuständige Verhandlungsführer von ver.di Marko Bärschneider am Mittwoch in Mainz mit.

Die VAV sei bislang trotz der massiven Ausfälle im Nahverkehr nicht bereit, den Beschäftigten einen echten Inflationsausgleich anzubieten, was im Kern zu einem raschen Ende der Arbeitskämpfe führen könnte. Im parallellaufenden Tarifkonflikt mit dem kommunalen Arbeitgeberverband KAV Rheinland-Pfalz hingegen, könnte es vorsichtig gesprochen in die Richtung einer schnellen gemeinsamen guten Lösung gehen, andernfalls drohe auch hier die Einleitung der Urabstimmung, sollte man sich am 12.03.2024 nicht einigen können, erläutert Bärschneider die derzeitige Situation der beiden Tarifkonflikte.

Der Tarif- und Branchenexperte von ver.di Christian Umlauf fürchtet hingegen, insbesondere beim VAV-Tarifkonflikt der Privaten, eine wiederholte jahrelange Hängepartie. Diese könne sich bis zur kommenden Landtagswahl hinausziehen. Grund dafür sei das Zugeständnis der Landesregierung an die Tarifvertragsparteien, einen Personalkostenausgleich-Index in Rheinland-Pfalz auf den Weg zu bringen. „In anderen Bundesländern wird dies bereits seit Jahren erfolgreich umgesetzt, bei uns ist es trotz Absprachen, immer noch nicht erfolgt. Das führen die Arbeitgebervertreter immer wieder als Argument an, weshalb sie sich nicht in den Tarifverhandlungen bewegen können“, so Christian Umlauf.

„Wir werden daher den Druck auf die Arbeitgeberseite erhöhen müssen. Was dazu führen wird, dass ab sofort auch mit unangekündigten Streikmaßnahmen aus dem laufenden Fahrbetrieb gerechnet werden muss“, so Bärschneider abschließend.

Für Montag, 11.03.2024 wird ver.di zu einer digitalen Pressekonferenz einladen, in welcher sowohl das Ergebnis der Urabstimmung als auch die weiteren Schritte mitgeteilt werden.

 

Info für Medienvertreter:
Wir möchten Sie zur Teilnahme an unserer digitalen Pressekonferenz am Montag, 11. März – 09:45 Uhr herzlich einladen. Bitte melden Sie sich per Mail über pressestelle.rlpsaar@verdi.de an. Wir lassen Ihnen dann gerne den Link zur PK zukommen.

 

Kontakt für Rückfragen:

Marko Bärschneider
Verhandlungsführer
Gewerkschaftssekretär Verkehr
Mobil 0151 65620437

Christian Umlauf
Tarif- und Branchenexperte
stellv. Geschäftsführer
ver.di Region Bezirk Saar Trier
Mobil 0151 61334921

 

 

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