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    Ver.di Saar-Trier stellt die Weichen für die nächsten 4 Jahre

    Organisationswahlen

    Ver.di Saar-Trier stellt die Weichen für die nächsten 4 Jahre

    01.11.2018
    Orgawahlen 2018 / 2019 ver.di Orgawahlen

    Im Rahmen der Organisationswahlen in ver.di hat der rund 43.000 Mitglieder starke ver.di Bezirk Region Saar Trier in Mettlach-Orscholz die Arbeit für die nächsten vier Jahre strukturiert. Auch der ehrenamtliche Vorstand wurde neu gewählt. Bernd Schumann aus Saarbrücken wurde als Vorsitzender für die kommende Legislaturperiode bestätigt. Die Triererin Anke Schmeier wurde ebenfalls als stellvertretende Vorsitzende von den 90 Delegierten in Mettlach-Orscholz bestätigt.

    Nach einem Blick auf die Erfolge der vergangen vier Jahre konnte festgestellt werden, dass die Mitglieder und Ehrenamtlichen des Bezirks viel erreicht haben. Neben zahlreichen Streiks im Rahmen der Tarifauseinandersetzungen, konnten auch weitere Meilensteine gesetzt werden: „Wir haben in Ottweiler den ersten Streik an einem katholischen Klinikum durchführen können, der mit unheimlicher Solidarität aus der Bevölkerung gestützt wurde,“ sagt Thomas Müller, Bezirksgeschäftsführer, und ergänzt: „Die Entlastungsbewegung, die bundesweit das Thema nach vorne gebracht hat, die Entlastungs-Vereinbarung am UKS und der noch laufende Busfahreraufstand sind nur ein Teil der Erfolge.“ Müller lobt auch die Arbeit der ver.di Frauen und der ver.di Jugend, welche gerade in der gesellschaftspolitischen Arbeit viele Meilensteine setzen konnten. Nac h Grußworten, unter anderem von Oskar Lafontaine (Die Linke), James Marsh (DRB Region Trier), Eugen Roth (DGB Saar) und Michael Blug (ver.di Landesbezirksleiter) sowie einer intensiven Diskussion zur derzeitigen Situation, wagte die Konferenz einen Blick in die Zukunft.  

    „Begreifen wir unseren ver.di Bezirk Region Saar Trier als Organisation von Aufklärung und Gegenwehr, ja auch als Bewegung, dann können wir Veränderungen erreichen,“ sagt der ehrenamtliche Bezirksvorsitzende Bernd Schumann und ergänzt: „Wir lass uns von niemanden kirremachen. Es gibt eine tief empfundene Ungerechtigkeit in der Gesellschaft. Hier müssen wir ansetzen und Gerechtigkeit schaffen.“ Schumann ist überzeugt, dass sich ver.di dafür einsetzen muss, dass die Frage der sozialen Gerechtigkeit im Zentrum stehen muss. „Ob in Sachen Wohnungs- Bildungs- oder Rentenpolitik. Die Sorgen der Menschen, die Sorgen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, müssen ernst genommen werden. Sie müssen von der Politik im praktischen Handeln aufgegriffen werden. Eine wirklich nachhaltige Politik, gegen den von rechts bedienten Populismus, muss im Mittelpunkt stehen,“ sagt Schumann voller Energie.

    In Richtung Bundes- und Landespolitik richtet Schumann die Forderung, dass endlich investiert werden muss: „Dringend nötig sind Investitionen in die öffentliche Infrastruktur. In Reparatur und Erhalt von Straßen, Brücken, Schienen und dem ÖPNV. Täglich dringender werden auch wirksame Investitionen in den sozialen Wohnungsbau. Dies, weil immer mehr Menschen Probleme bekommen, bezahlbaren Wohnraum zu finden.“ Für die Entlastung in der Pflege braucht es nach Schumann: „ein Sofortprogramm, die volle Refinanzierung von Tariferhöhungen mit Nachweispflicht und gesetzliche Vorgaben von Personalbemessung in der Pflege.“ Allein im Saarland sind nach Schumann insgesamt Investitionen in den genannten Bereichen von über 1 Mrd. Euro notwendig. „Die beste Schuldenbremse ist die Erhöhung der Einnahmen,“ sagt Schumann, dazu wären Veränderungen im Steuersy stem für Konzerne aus dem Ausland, Vermögenssteuer und Erbschaftssteuer ein erster Schritt. Die „schwarze Null“ ist der falsche Weg. „Es muss Schluss sein, die Schuldenbremse als Monstranz vor sich her zu tragen. Die Einhaltung der Schuldenbremse durch Sozial- und Personalabbau sowie Vernachlässigung von Investitionen zu bedienen, ist die falsche Medizin. Sie darf nicht weiter verabreicht werden,“ sagt Schumann abschließend.

    Pressekontakt

    V.i.S.d.P. sowie V.i.S.d.TMG Dennis Dacke
    Pressesprecher des Landesbezirks
    Bereichsleiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
    ver.di Landesbezirk Rheinland-Pfalz-Saarland
    Münsterplatz 2-6
    55116 Mainz
    Telefon: 06131 - 9726-110
    Fax: 06131 - 9726-288
    Mobil: 0171 - 3009154
    E-Mail: dennis.dacke@verdi.de
     

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