Pressemitteilungen

    Uniklinik wird am 16. November bestreikt

    Uniklinik wird am 16. November bestreikt

    13.11.2021

     

    ver.di Landesbezirk Rheinland-Pfalz-Saarland
    Fachbereich für Gesundheit, Soziale Dienste, Wohlfahrt und Kirchen

    P R E S S E I N F O R M A T I O N

     

    Die Arbeitskampfparteien vereinbarten am Freitag eine Notdienstvereinbarung. Die Patientenversorgung ist damit trotz Streik gewährleistet.

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft die Beschäftigten und Auszubildenden der Uniklinik des Saarlandes am 16. November, ab Beginn der Frühschicht 6.00 Uhr für 24 Stunden bis zum Ende der Nachtschicht am 17. November, 5:59 Uhr, zum Streik auf.

    In hoher Verantwortung und in sehr gewissenhafter Beachtung der aktuellen Corona-Lage vereinbarten die Arbeitskampfparteien am Freitag eine Notdienstvereinbarung, um eine Patientenversorgung trotz Streik zu gewährleisten. Zum Schutze der anvertrauten Patienten werden die Uniklinikbeschäftigen in der Regel für die gesamte Dauer des Streiks mindestens eine Besetzung, wie in der minimalsten lst-Besetzung der vergangenen vier Wochen gearbeitet wurde, sicherstellen.

    Dies darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Kolleginnen und Kollegen der Uniklinik sehr wütend und verärgert sind, weil die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TDL) alle ver.di Forderungen ablehnt und noch nicht einmal ein Angebot vorgelegt hat.

    Im Gegenteil! Es werden Verschlechterungen in der Eingruppierung von den Arbeitgebern vorgeschlagen. Bitterböse sind besonders die Beschäftigten der Unikliniken, weil die Länder in der letzten Verhandlung behauptet hatten, es gäbe keine Probleme an den Unikliniken und folglich kein Handlungsbedarf. Die Bezahlung sei schon sehr gut. Außerdem hätten sie für die Pflege 2019 genug gemacht, das Bezahlniveau liege oberhalb des TVöD. Sie sind gut aufgestellt, es gibt keine Personalprobleme und es gäbe kein Argument, Beschäftigte im Gesundheitswesen besser zu stellen.

    „Diese eklatant unverschämten Aussagen, angesichts der Corona-Pandemie, gegenüber ausgelaugten Kolleginnen und Kollegen, wird zu Recht als eine unverzeihliche Unverschämtheit empfunden,“ betont der für das Gesundheitswesen zuständige Fachbereichsleiter bei ver.di, Frank Hutmacher. „Die Kolleginnen und Kollegen werden sich als Dank für ihre gefährliche Arbeit in der Pandemie nicht mit einem Reallohnverlust abspeisen lassen. Wir wollen für die Beschäftigten im Gesundheitswesen ein Plus von 300 Euro“, so der Gewerkschafter, der gemeinsam mit der Streikleitung am Donnerstag mit der Uniklinik die Notdienstregelung vereinbarte. Hutmacher hatte schon am Donnerstag den Ministerpräsidenten Hans, die Gesundheitsministerin Bachmann und den kaufmännischen Direktor Kerle um Unterstützung gebeten. „Es ist unverantwortlich, wenn die Arbeitgeber in dieser Situation die Atmosphäre weiter eskalieren. Wir sollten uns alle der damit verbundenen Gefahren bewusst sein.“

    Die Streikenden treffen sich am 16. November ab 06:00 Uhr am Haupteingang der Uniklinik in Homburg zum gemeinsamen Streikposten. Eine Coronagerechte „Aktion mit Abstand“ wird sich gegen 8:30 Uhr anschließen.

    Die nächste Verhandlungsrunde für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder (TV-L) soll am 27. und 28. November 2021 in Potsdam fortgesetzt werden.

     

    Inhaltliche Rückfragen:

    Michael Quetting
    Gewerkschaftssekretär
    Pflegebeauftragter
    Mobil: 0151 14736875
    Mail: michael.quetting@verdi.de

    Pressekontakt

    Verantwortlich im Sinne des Presserechts Birgit Beier
    Pressesprecherin
    Referentin der Landesbezirksleitung
    ver.di Rheinland-Pfalz-Saarland
    Münsterplatz 2-6, 55116 Mainz
    Tel. 06131-9726-110
    Mobil 0170 1018753
    Fax: 06131-9726-288
    birgit.beier@verdi.de