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    2. Verhandlung Tarifrunde Einzel- und Versandhandel ergebnislos …

    Tarifrunde im Einzel- und Versandhandel in Rheinland-Pfalz

    2. Verhandlung Tarifrunde Einzel- und Versandhandel ergebnislos beendet

    25.06.2021

    ver.di Landesbezirk Rheinland-Pfalz-Saarland
    Fachbereich Handel

     

    P R E S S E I N F O R M A T I O N

     

    Tarifrunde im Einzel- und Versandhandel in Rheinland-Pfalz

    2. Verhandlung Ergebnislos beendet

    Auch in der heutigen zweiten Verhandlungsrunde über die Gehälter, Löhne und Auszubildendenvergütung für die rund 100.000 Beschäftigten im rheinland-pfälzischen Einzel- und Versandhandel, gab es keine Annäherung der Tarifvertragsparteien. Die Arbeitgeber legten heute zwar ein Angebot vor, welches nach Ansicht der ver.di-Tarifkommission bei weitem noch nicht als verhandlungsfähig angenommen werden konnte.

    Das Arbeitgeberangebot sieht neben einer Differenzierung nach Pandemiebetroffenheit in der Branche auch eine Staffelung bei der Erhöhung der Entgelte in drei Schritten bei einer Laufzeit von 36 Monaten (01.05.2021 bis 30.04.2024) vor:

    1. Für Unternehmen, die gut durch die Pandemie gekommen sind:

    - 2,0 Prozent zum Juli 2021 (nach 2 Nullmonaten) plus eine Einmalzahlung in Höhe von 300 € (für Vollzeitbeschäftigte)

    - 1,4 Prozent ab 1. Mai 2022

    - 2,0 Prozent ab 1. Mai 2023

    2. Für Unternehmen, die von den Pandemieauswirkungen nachteilig betroffen sind, entfällt die Einmalzahlung von 300 € und die Erhöhungen werden um acht bzw. sechs Monate verzögert wirksam:

    - 2,0 Prozent zum 1. März 2022 (nach 10 Nullmonaten)

    - 1,4 Prozent zum 1. November 2022 (nach sechs Nullmonaten)

    - 2,0 Prozent zum 1. November 2023 (nach sechs Nullmonaten)

    Zur Einteilung der Unternehmen hinsichtlich der Pandemiebetroffenheit schlagen die Arbeitgeber zwei mögliche Wege vor: Der eine setzt an der tatsächlichen Betroffenheit des Unternehmens durch staatliche Schließungen im Jahr 2020 an. Der andere sieht eine Optionslösung vor, die den einzelnen Unternehmen die Möglichkeit gibt, die Entgelte vorzeitig und verbindlich zu erhöhen, also nicht mit sechsmonatiger oder achtmonatiger Verzögerung.

    Die ver.di-Verhandlungskommission hat das Angebot als viel zu niedrig und im Hinblick auf die lange Laufzeit als nicht akzeptabel zurückgewiesen.

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) kündigt an, dass in den kommenden Tagen und nun verstärkt zu Warnstreiks aufgerufen wird.

    ver.di hat die Entgelttarifverträge gekündigt und stellt folgende Forderungen:

    - Erhöhung der Löhne und Gehälter um 4,5 % plus 45 €

    - Einen rentenfesten tariflichen Mindestlohn von 12,50 € in der Stunde

    - Laufzeit: 12 Monate

    - Beantragung der Allgemeinverbindlichkeit

    Für Unternehmen mit wirtschaftlichen Problemen bietet ver.di gesonderte Gespräche für Lösungen abseits der Tarifverhandlungen an.

     

    Inhaltliche Rückfragen:

    Monika Di Silvestre
    Landesfachbereichsleiterin Handel/Verhandlungsführerin
    ver.di Landesbezirk Rheinland-Pfalz-Saarland
    Mobil: 0170 2260385
    Mail: monika.disilvestre@verdi.de

     

    Pressekontakt

    Verantwortlich im Sinne des Presserechts Birgit Beier
    Pressesprecherin
    Referentin der Landesbezirksleitung
    ver.di Rheinland-Pfalz-Saarland
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    Fax: 06131-9726-288
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