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    4. Tarifrunde EH Saarland: Kein Ergebnis

    Fachbereich Handel

    Tarifrunde Einzel- und Versandhandel Saarland: (K)Ein Angebot in Endlosschleife

    18.07.2017
    2 Streikende mit Trillerpfeifen ver.di Handel Symbolbild streikender Handelsbeschäftigten  – 2 Streikende mit Trillerpfeifen

    Die nunmehr 4. Verhandlung im Tarifgebiet des Einzel- und Versandhandels brachte heute (18.07.) kein Ergebnis zu Tage. Der Arbeitgeberverband hat kein inhaltlich verbessertes Angebot vorgelegt und versteckt sich hinter den anderen Tarifgebieten der Branche.

    Die 40.000 Beschäftigten des saarländischen Einzel- und Versandhandel werden an der sprichwörtlichen Nase herumgeführt. „Das ist wie zum Bäcker gehen und die alten Weck vom Vortag als frisch vorgesetzt zu bekommen,“ sagte ein Mitglied der Tarifkommission. Verhandlungsführerin Monika Di Silvestre ergänzte: „Das Verhalten der Arbeitgeber ist bedenklich und bringt weder die Tarifverhandlungen noch die Beschäftigten weiter! Wertschätzung sieht anders aus.“

    Der saarländische Arbeitgeberverband hat nichts Unbekanntes in die Verhandlungen mitgebracht. Die stufenweise Lohnerhöhung von 2% und 1,8%, bei einer Laufzeit von 24 Monaten, inklusiver sog. Nullmonate, ist auch auf großes Unverständnis gestoßen. Auszubildende sollen in gleicher Weise eine Erhöhung wie Ausgelernte erhalten. Die gesellschaftspolitisch überfällige Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge und damit eine einheitliche Bezahlung nach Tarifvertrag für die gesamte Branche lehnt der Handelsverband weiter ab. „Hier könnten die Arbeitgeber ihren oftmals angeprangerten Wettbewerbsnachteil ausgleichen. Wenn alle Beschäftigten tarifgebunden sind – sind alle Arbeitgeber gleichgestellt. Dieser Gedanke scheint für den Arbeitgeberverband aber nicht schlüssig zu sein.“

    Die Arbeitgeber und die Kundinnen und Kunden der Geschäfte im Saarland müssen nun damit rechnen, dass systematisch Arbeitskämpfe ausgeweitet werden.

    Ver.di fordert eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 1,- Euro pro Stunde für alle Beschäftigten (inkl. Auszubildender). Sowie 300,- Euro Einmalzahlung für ver.di Mitglieder, bei einer Laufzeit des Tarifvertrags von 12 Monaten. Die Allgemeinverbindlichkeit für alle Beschäftigten der Branche ist ebenfalls eine zentrale Forderung.

    Nächster Verhandlungstermin ist der 05.09.2017.

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