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    Tarifrunde Versicherungen: 250 Menschen im Arbeitskampf

    Fachbereich Finanzdienstleistungen

    Tarifrunde Versicherungen: 250 Menschen im Arbeitskampf in Saarbrücken und Koblenz

    18.06.2017
    Zwei Hände, gegenübergestellt. Eine Hand hält einen Euro. Ein Anzugträger hält 500-Euro-Scheine Geld fällt nicht vom Himmel (Symbolbild)

    Am heutigen Montag (19. Juni 2017) beteiligten sich über 250 Beschäftigte an den Arbeitskämpfen in Saarbrücken und Koblenz (ca. 130 Personen in KO & ca. 120 in SB). Landesfachbereichsleiter Jürgen Grandjot zeigte sich zufrieden: „Die Beschäftigten haben ihren Unmut auf die Straße gebracht! 1,1 Prozent mehr, wie die Arbeitgeberseite vorschlägt, sind für die Beschäftigten nicht hinnehmbar. Fehlende Wertschätzung im Portemonnaie macht die Menschen sauer, das haben sie hier gezeigt!“

    Aufgerufen waren die Beschäftigten  der Debeka Bausparkasse AG und Teile der Debeka Betriebskrankenkasse in Koblenz sowie im Saarland die Beschäftigten der UKV, Saarland-Versicherungen, DEVK, HDI Gerling, Cosmos-Versicherung, HUK & Baden-Badener Versicherung.

    ver.di fordert für die Beschäftigten im Innendienst der privaten Versicherungsbranche die Erhöhung der Gehälter und aller Zulagen um 4,5 Prozent. Die Ausbildungsvergütung soll um 50 Euro steigen. Auszubildende sollen nach einer erfolgreichen Ausbildung unbefristet übernommen werden.
    Die Arbeitgeber hatten in der dritten Verhandlungsrunde ihr ursprüngliches Angebot nur geringfügig nachgebessert. Die angebotenen Gehaltssteigerungen beliefen sich dabei über einen Zeitraum von drei Jahren auf Erhöhungen von durchschnittlich 1,1 Prozent pro Jahr. Gegenstand der Tarifverhandlungen war darüber hinaus die soziale Gestaltung der digitalen Transformation in der Versicherungsbranche. ver.di hatte dazu einen Tarifvertragsentwurf in die Verhandlungen eingebracht, der Regelungen zum mobilen Arbeiten, zur Qualifizierung und zur Beschäftigungssicherung vorsah. Die Arbeitgeberseite hatte alle von ver.di vorgeschlagenen Regelungen abgelehnt. Die ver.di-Tarifkommission erklärte in der Folge das Scheitern der Verhandlungen.

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    V.i.S.d.P. sowie V.i.S.d.TMG Dennis Dacke
    Pressesprecher Rheinland-Pfalz-Saarland
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