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    Bliestalverkehr will unbequeme Betriebsratsvorsitzende entlassen

    Fachbereich Verkehr

    Wird ihr der Einsatz für die Beschäftigten zum Verhängnis? - Bliestalverkehr will unbequeme Betriebsratsvorsitzende entlassen

    11.01.2018
    nur noch Private Anbieter? Viktor Mildenberger / pixelio.de Bushaltestelle

    Kathy Preuß, seit Oktober frisch gewählte Vorsitzende des Betriebsrats der Bliestalverkehr GbR in Blieskastel, soll außerordentlich (fristlos) gekündigt werden. Die Anhörung zur Kündigung ist dem Betriebsrat bereits zugegangen. Ver.di zeigt sich erzürnt und vermutet ein Kalkül der Arbeitgeberseite um den starken, neuen Betriebsrat klein zu halten.

    Preuß habe sich seit der Wahl vehement für die Interessen der Beschäftigten eingesetzt. Nach Berechnungen von ver.di und Betriebsrat stehen im Betrieb z.B. derzeit rund 20.000 Euro Lohnzahlungen für Zulagen und Mehrarbeit aus. „Hiermit beschäftigen sich schon Gerichte,“ sagt Christian Umlauf, zuständiger Gewerkschaftssekretär für den Verkehrsbereich im Saarland. „Der Eindruck, dass Geschäftsführer Walfried Munz Betriebsratstätigkeiten in seinem Betrieb behindert ist auch nicht vollkommen abwegig. Beispielsweise sind alle Kosten, die durch die Wahl des BR entstanden sind, bisher nicht gezahlt.“ Die Auslagen habe ver.di bisher vorgestreckt. „Jetzt soll die Vorsitzende gekündigt werden? Das ist eine Unverschämtheit für einen Betrieb der für sein Handeln auch noch öffentliche Gelder erhält,“ zeigt sich Umlauf sichtlich empört. Aktuell bekomme Preuß keine Dienstpläne und solle ihren Urlaub abfeiern. „Der Betriebsrat hat der Kündigung nicht zugestimmt! So muss nun das zuständige Arbeitsgericht am 23.01.2018 klären, ob eine gewählte Betriebsrätin aufgrund von angeblichen Vergehen fristlos gekündigt werden darf,“ ergänzt der Gewerkschaftssekretär.

    Umlauf berichtet, dass Kathy Preuß ihre Rolle für die Beschäftigten sehr ernst nimmt. So habe sie immer wieder auf Missstände bei den Dienstplänen durch bspw. Überschreitungen der Lenk- und Ruhezeiten hingewiesen. Sie habe Probleme mit dem Gesundheitsschutz, sowie fehlende Schulungen für die Fahrerinnen und Fahrer aufgedeckt. Sie kämpfe engagiert und voller Energie für ihre Kolleginnen und Kollegen. „Zufälligerweise bekam sie zum 01.12.2017 auch als Einzige kein Weihnachtsgeld ausbezahlt.“ Dieses Geld sei erst nach Einsatz durch ver.di, unter Mithilfe das Landkreises Saar-Pfalz, kurz vor Weihnachten zur Auszahlung gekommen. „Dazu erhält sie seit Monaten eine Abmahnung nach der anderen,“ sagt Umlauf. Diese Abmahnungen wurden zum Teil von Betrieben ausgestellt in denen Preuß gar nicht beschäftigt ist.

    Bereits in der Vergangenheit gab es Unruhen bei Bliestalverkehr. Beachten sie hierzu unsere Meldung vom 22.09.2017: https://rps.verdi.de/presse/pressemitteilungen/++co++e4cc2850-9fb1-11e7-bddd-525400940f89

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